App Store: Apple kauft ungefragt Werbung für große App-Entwickler

Wer eine bestimmte App bei Google sucht, stößt unter Umständen auf Werbung von Apple für den App Store. Betroffenen Entwicklern gefällt das gar nicht.

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Wer nach einer App sucht, landet häufig direkt bei Apple.
Wer nach einer App sucht, landet häufig direkt bei Apple. (Bild: George Frey/Getty Images)

Auf den ersten Blick wirkt es wie eine freundliche Geste, was Forbes berichtet. Demnach kauft Apple für Anbieter beliebter Apps - etwa Babbel, Bumble, HBO, Masterclass, Plenty of Fish und Tinder - Werbung bei Google ein. Wer nach der App sucht, landet so schnell im App Store. Das koste die Entwickler der Apps allerdings viel Geld, erklärt eine anonyme Quelle gegenüber dem Magazin.

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Apple wird vorgeworfen, Interessenten mit eigenen Tracking-Links in den App Store zu leiten und dort Abonnementabschlüsse via In-App-Kauf zu generieren. So erhält Apple bei jedem Kauf zwischen 15 und 30 Prozent Provision, die bei einem Abschluss über die Webseiten der Anbieter sonst entfallen würden.

Außerdem können Entwickler mit Kunden, die Abos direkt über den App Store abschließen, weniger gut arbeiten. Vor allem, weil Apple den Entwicklern zufolge so gut wie keine Informationen an die Betreiber der Software rausgibt, mit denen man nach erfolgreicher Kundenbindung im After-Sales-Bereich arbeiten kann.

Werbung wird teurer

Ein weiterer Vorwurf: Durch die Buchung der Werbung auf bestimmten Keywords treibe Apple die Preise für die Entwickler hoch, für die es dann teurer werde, die Suchergebnisse mit eigenen Werbeplatzierungen zu besetzen.

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Zahlungen innerhalb des App-Store-Ökosystems sind vermehrt auch Thema vor Gerichten. Erst im August 2021 wandte Apple eine Sammelklage ab und gestattete es Entwicklern, über Zahlungsmethoden außerhalb des App Stores zu informieren. Auf ähnlichen Beschwerden fußt auch der laufende Rechtsstreit mit Epic Games, deren Hitspiel Fortnite weiterhin im App Store nicht zu finden ist. Zuletzt unterlag Apple in dieser Angelegenheit erneut vor Gericht, kündigte aber an, in Berufung gehen zu wollen.

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