App Store: Apple erlaubt Werbung in Push-Benachrichtigungen
Apple hat das Regelwerk mit den App-Store-Richtlinien(öffnet im neuen Fenster) überarbeitet. Auf die Neuerung hat unter anderem 9to5Mac(öffnet im neuen Fenster) hingewiesen. Durch diese Änderung dürfen iOS-Apps künftig Werbung in Push-Mitteilungen integrieren. Das ist aber nur erlaubt, wenn der Nutzer dem zuvor zugestimmt hat.
Apple hat Apps lange Zeit untersagt, Benachrichtigungen für "Werbung, Promotions oder Direktmarketingzwecke" zu verwenden. Mit der Änderung dürfen Apps nun Marketingbenachrichtigungen senden, wenn "Kunden sich ausdrücklich dafür entschieden haben, sie zu erhalten". Apple verlangt von App-Entwicklern, dass der Nutzer die Option haben muss, den Erhalt von Werbung abzulehnen.
Obwohl Werbung in Push-Benachrichtigung für alle Apps im App Store bisher untersagt war, hat Apple diese Regel in den vergangenen Jahren mehrfach gebrochen. Apple hatte mehrfach eigene Dienste mittels Push-Mitteilung beworben. Es waren vor allem neu gestartete Angebote von Apple, die mittels entsprechender Benachrichtigungen beworben wurden. Wenn Apps anderer Anbieter versuchten, solche Push-Werbung auszuspielen, riskierten diese, komplett aus dem App Store entfernt zu werden.
Apple im Visier von Aufsichtsbehörden
Auch dieses Vorgehen führte zu Untersuchungen von Aufsichtsbehörden, die der Frage nachgehen, ob Apple seine Marktmacht im App Store missbräuchlich nutzt und Drittanbieter diskriminiert.
Mit den neuen App-Store-Regeln wird eine neue Spam-Kategorie festgelegt. Wer eine neue App für Wahrsagerei oder Online-Dating anbieten will, muss etwas bieten, das nach Apples Ansicht etwas qualitativ Besonderes darstellt. Wird das nicht erfüllt, wird eine neue App aus diesen Bereichen nicht im App Store veröffentlicht. Mit diesem Schritt will Apple erreichen, dass nicht zu viele Apps mit den gleichen Funktionen im App Store vorhanden sind.
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