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App Store: Apple drohen millionenschwere DMA-Strafen

50 Millionen Euro am Tag: So teuer könnte es für Apple werden, wenn die EU-Kommission auf Basis des Digital Markets Act gegen den Konzern vorgeht.
/ Peter Steinlechner
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Apple-Kundin mit iPhone (Bild: Apple)
Apple-Kundin mit iPhone Bild: Apple

Haben Apple und andere Großkonzerne den Digital Markets Act korrekt umgesetzt - oder nicht? Darüber soll laut Medienberichten die EU-Kommission in den kommenden Tagen entscheiden. Einem Bericht der Financial Times(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) zufolge ist zuerst Apple betroffen.

Nach Informationen von Reuters(öffnet im neuen Fenster) soll zuerst gegen Apple und anschließend gegen Meta vorgegangen werden. Die Nachrichtenagentur bezieht sich auf drei namentlich nicht genannte Insider.

Bei Apple geht es relativ offensichtlich um den App Store. Laut dem Digital Markets Act (DMA) müssen etwa die Besitzer eines iPhones oder iPads eine Option haben, gebührenfrei auf externe Kaufmöglichkeiten für Apps zuzugreifen.

Das ist zwar möglich, die Hürden sind aber sehr hoch, unter anderem, weil die Apps immer noch von Apple freigegeben werden müssen. Laut Reuters könnte später eine weitere Untersuchung wegen der möglicherweise unzureichenden Auswahlmöglichkeiten beim Webbrowser Safari folgen.

Bei Meta soll es um die Umsetzung des nur in der Region Europa verfügbaren Abos für eine werbefreie Nutzung von Facebook und Instagram(öffnet im neuen Fenster) gehen, was seit Ende 2023 für rund 10 Euro pro Monat möglich, aber kaum bekannt ist.

Apple sucht konstruktive Zusammenarbeit

Meta und die EU-Kommission sollen sich auf Nachfrage von Reuters nicht zu den Untersuchungen geäußert haben. Apple verwies demnach auf eine Erklärung von März 2024, laut der man zuversichtlich sei, die Vorgaben korrekt umzusetzen, und mit der EU-Kommission konstruktiv zusammenarbeiten wolle.

Falls die EU tatsächlich gegen die Konzerne vorgeht, wird es für diese teuer. Laut der Financial Times müsste etwa Apple 5 Prozent seines weltweiten Umsatzes zurückstellen, was rund 50 Millionen Euro pro Tag wären.


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