Abo
  • Services:

App-Startup DoDings: Aus dem Schrebergarten in den Appstore

Von der Entwicklung bis hin zum Marketing: Das Berliner Trio-Startup DoDings lebt echtes Do-it-yourself. Mit ihrer Debüt-App KlangDings haben die jungen Eltern viel riskiert - und zwischen Kind und Kegel ein bemerkenswertes Kindermusikspiel entwickelt.

Artikel von Benedikt Plass-Fleßenkämper veröffentlicht am
An der Kinder-App arbeiten, während die eigenen Kinder drumherumtoben
An der Kinder-App arbeiten, während die eigenen Kinder drumherumtoben (Bild: DoDings)

Manchmal hilft ein Neuanfang: Jens Rockstroh und Lars Mecklenburg, Jahrgang 1971 und 1973, verbringen im Herbst 2014 ein Wochenende an der Ostsee. Die beiden in Berlin lebenden Unternehmer arbeiten bereits seit 2009 zusammen, mit ihrer Firma Design Rock belieferten sie in den vergangenen Jahren Onlineportale mit interaktiven Web-Applikationen. Doch langsam macht sich bei dem Entwicklerduo eine gewisse Müdigkeit breit. Eine komplett neue Idee soll her. Nach einem ausgedehnten Spaziergang an der windigen Küste, ein paar Gläsern Rotwein und reichlich Brainstorming haben die beiden schließlich die zündende Idee: Eine Kinderspiel-App soll es werden. Dass das Programm einmal Preise bekommen soll, ahnen sie zu dem Zeitpunkt noch nicht.

  • Einer der Höhepunkte im Schaffen von DoDings war die Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse für den Gewinn der Giga-Maus 2015 als bestes Spiel für Vier- bis Sechsjährige. (Bild: DoDings)
  • Familienausflug: DoDings auf der Frankfurter Buchmesse (Bild: DoDings)
  • "Ideen-Entwicklung machen wir gemeinsam", erklärt Jens Rockstroh den Arbeitsansatz des DoDings-Trios. (Bild: Andreas Hornig)
  • Musik ist die große Leidenschaft von Jens Rockstroh, der bei DoDings für den Sound zuständig ist. (Bild: DoDings)
  • Blick in den chinesischen Appstore, wo KlangDings prominent platziert wurde. (Bild: DoDings)
  • DoDings ließ die App-Store-Beschreibungstexte zu KlangDings in zwölf Sprachen übersetzen, hier etwa auf Chinesisch. (Bild: DoDings)
  • Das Dachgeschoss des KlangDings-Hauses lädt nicht nur Kinder zum munteren Experimentieren ein. (Bild: DoDings)
  • KlangDings konnte bislang drei Nummer-1-Platzierungen im deutschen Appstore verbuchen. (Quelle: iTunes-Store)
  • Alles handgemacht: Das liebevoll gestaltete Wohnzimmer des KlangDings-Hauses (Bild: DoDings)
  • Der Philosoph und Logiker Lars Mecklenburg sei das Masterbrain bei DoDings, sagt Myrtia Rockstroh über ihren Kollegen. (Bild: Andreas Hornig)
  • Die Künstlerin und Illustratorin Myrtia Rockstroh übernimmt die grafische Gestaltung der DoDings-Apps. (Bild: Andreas Hornig)
  • Bei einem Bier entstehen oft spontane Ideen wie dieses Scribble. (Bild: DoDings)
  • Arbeiten zwischen Kind und Kegel (Bild: DoDings)
  • Arbeiten im Schrebergarten (Bild: DoDings)
  • Blick auf den Arbeitsplatz von Myrtia Rockstroh, wo die handgezeichneten Hintergründe, Objekte und Figuren von KlangDings und künftigen DoDings-Apps entstehen. (Bild: DoDings)
Einer der Höhepunkte im Schaffen von DoDings war die Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse für den Gewinn der Giga-Maus 2015 als bestes Spiel für Vier- bis Sechsjährige. (Bild: DoDings)


"Eigentlich wollten wir mit Design Rock eine klassische App in unserem Steckenpferd-Genre der letzten Jahre im Bereich Fußball entwickeln", erklärt der gebürtige Berliner Lars Mecklenburg Golem.de. "Wir hatten eine gute Idee, fühlten uns schon auf dem Startup-Weg, aber merkten dann doch, dass wir etwas wirklich Neues machen und nicht nur die alten Socken in Mobile-Tücher wickeln wollen. Gleichzeitig begann ich, mehr Kinderbücher als irgendwas anderes zu lesen beziehungsweise vorzulesen", erzählt der Vater eines vierjährigen Mädchens. Er hat 2002 ein Magisterstudium in Philosophie und Germanistischer Linguistik abgeschlossen und von 2001 bis 2009 unter anderem für die Humboldt-Universität in Berlin als selbstständiger Entwickler für interaktive Lehr- und Lernmedien gearbeitet. "Ich stöberte nach den schön gezeichneten und interessanten Geschichten und bekam große Lust, selbst irgendwas für Kinder zu entwickeln."

Spaß beim Überlegen und Rumspinnen

Sein Partner Jens Rockstroh, studierter Musikwissenschaftler, Linguist und Ethnologe, außerdem langjähriger Bandmusiker, Ex-Betreiber eines Tonstudios, Redakteur und Vater eines zweijährigen Jungen und eines fünfjährigen Mädchens, ist sofort begeistert von der Idee. "Wir hatten definitiv viel Spaß beim Überlegen und Rumspinnen", erzählt er.

Das Risiko, dass die App aus den Gewinnen und Ersparnissen vergangener Projekte finanziert werden muss, ist den Familienvätern Rockstroh und Mecklenburg zwar bewusst. Doch letztendlich überwiegen der kreative Enthusiasmus und die Lust auf Neues. In den Wochen nach dem Ostsee-Trip bauen sich vor dem geistigen Auge der Entwickler zahlreiche potenzielle Spielideen auf, aber die konkrete Richtung, wie die fertige App aussehen könnte, bleibt vorerst noch offen. Die beiden wissen nur, dass sie für die grafische Gestaltung des Spiels unbedingt Jens Rockstrohs Ehefrau Myrtia brauchen, die Kunst und Philosophie auf Lehramt sowie freie Bildende Kunst mit dem Abschluss Meisterschüler studiert hat.

Stellenmarkt
  1. Stadtverwaltung Neckarsulm, Neckarsulm bei Heilbronn
  2. Aenova Group, Marburg

"Jens und Lars fragten mich, ob ich Lust hätte, Illustrationen für Kinder-Apps zu machen. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade dabei, erste Zeichnungen für eine Graphic Novel anzufertigen, die den beiden gut gefielen", erinnert sich die seit 2003 als freischaffende Künstlerin und Illustratorin arbeitende Kreative. "Im ersten Moment dachte ich: Apps für Kinder? Brauchen die das? Die sollen doch lieber draußen spielen. Im zweiten Moment wurde mir aber bewusst: Wir sind diejenigen, die diese Apps entwickeln und haben alle Freiheiten, sie so zu machen, wie wir sie für gut halten. Gerade diese Herausforderung, etwas Neues, Gutes, Hochwertiges, Fröhliches, Schräges, Fantasieauslösendes zu machen, war und ist sehr verlockend."

Die Spielidee entsteht 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-20%) 47,99€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

Trockenobst 29. Dez 2015

Hier mal die Zahlen für ein recht gut gemachtes und viel gehyptes Game das $4 kostet...

Mumu 26. Dez 2015

Sich keine Freunde zu machen hat Apple echt drauf.

Garius 22. Dez 2015

Ist wirklich eine schöne Idee, vor allem für Eltern die musikalisch nicht so bewandert sind.


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer
Youtube Music, Deezer und Amazon Music
Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer

Wer seinen Musikstreamingdienst auf einem iPhone oder iPad bucht, muss oftmals mehr bezahlen als andere Kunden. Der Grund liegt darin, dass Apple - außer bei eigenen Diensten - einen Aufschlag von 30 Prozent behält. Spotify hat Konsequenzen gezogen.
Ein Bericht von Ingo Pakalski

  1. Filme und Serien Nutzung von kostenpflichtigem Streaming steigt stark an
  2. Highend-PC-Streaming Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
  3. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

    •  /