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An der Kinder-App arbeiten, während die eigenen Kinder drumherumtoben
An der Kinder-App arbeiten, während die eigenen Kinder drumherumtoben (Bild: DoDings)

Ein Haus voller Musik und Klänge: KlangDings

So wird schließlich die Idee geboren, ein Haus mit fünf Stockwerken anzulegen, in dem der Nutzer verschiedene Dinge, Gegenstände, aber auch Figuren zum Klingen bringen kann. Ein freies Spielprinzip ohne Levels und Aufgabenzwänge ist den Entwicklern dabei wichtig, Kinder sollen nach Lust und Laune spielen und herumexperimentieren können. "Gleichzeitig wollten wir ein lustiges Spiel entwickeln, das überraschend ist, Erwartungshaltungen bricht und Raum für Fantasie lässt", erläutert Myrtia Rockstroh den Ansatz der App. "Alles ist möglich: Beim Betätigen der Toilettenspülung taucht eine Giraffe im Klo auf, das Klavier entpuppt sich als Windspiel und der Duschkopf ist mal Gießkanne, mal Regenschirm oder Küchensieb. Das kann man unendlich weiterspinnen."

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Basierend auf diesem Konzept entsteht der Name des Spiels fast wie von allein: KlangDings soll es heißen. Jens Rockstroh: "Kinder sagen zu Dingen, deren Namen sie nicht kennen oder der ihnen gerade nicht einfällt: 'das Dings' oder 'Dingsda'. Welches Dings aber mit unserer App gemeint ist, beschreibt der vordere Teil des Wortes: 'Klang'".

Von Animationen und Codebibliotheken

Die Entwickler entscheiden sich, mit dem Badezimmer zu starten, dem später das Wohnzimmer und der Dachboden folgen sollen. Die übrigen beiden der fünf Räume sollen nach Veröffentlichung von KlangDings für iOS-Plattformen per Update nachgereicht werden. Myrtia Rockstroh fertigt erste Zeichnungen und Entwürfe für Figuren und Gegenstände an, Jens Rockstroh geht weiterhin seinen Vaterpflichten nach, und Lars Mecklenburg arbeitet sich immer mehr in Unity ein, legt Animationen und Codebibliotheken an und testet im Akkord.

Passend zum App-Namen wird im Juli 2015 DoDings gegründet, und Jens Rockstroh kann nach der Kita-Eingewöhnungsphase seines Jüngsten endlich wieder aktiv werden. "Ich stürzte mich sofort auf das Erstellen der Sounds und die Überarbeitung der Animationen." Was mitunter ziemlich witzig war, wie Myrtia Rockstroh verrät.

"Um den richtigen Sound für die Hutbox im Dachboden zu finden, hat er wirklich auf allem rumgeklöppelt, was ihm in die Quere kam. Während ich am Tisch saß, um zu zeichnen, hörte ich es die ganze Zeit in der Wohnung klöppeln. Ob auf der Waschmaschine, den Holzboden, den Kinderkoffern ... Später ging's auf dem Spielplatz gleich weiter: Klopfen auf das Holz der Wippe oder des Klettergerüstes. Kurios waren auch die Aufnahmen für das Schreien der Kasperlepuppen: Die Aufnahmen wurden in unserer Altbauwohnung in Berlin gemacht, nicht im Studio, da musste alles abgedämmt werden. Jens baute sich eine Höhle aus Matratzen oder nahm die Sounds in unserer Speisekammer auf. Bei den Aufnahmen für die Gretel nahm ich das Aufnahmegerät unter die Bettdecke."

Zwischen Sequencer und Animation-Timeline

"Dann mussten wir recht bald den effizientesten Workflow finden, wie man Sounds, Sprites und Bewegungen innerhalb von Unity zusammenbekommt. Da haben wir dank Lars jetzt sehr coole eigene Plugins zur Hand, die eine direktere Verbindung zwischen Sequencer und Animation-Timeline zulassen", konkretisiert Jens Rockstroh die technischen Entwicklungsdetails.

Um effektiv miteinander zu kommunizieren, wird es für die Drei zudem wichtig, sich zu organisieren. Die Brainstorming-Ergüsse aus Facetime-Sitzungen und Treffen sowie das Zusammenwirken der einzelnen Arbeiten bei Programmierung, Animation, Sound und Grafik haben einen unübersichtlichen Berg an Zetteln, E-Mails, SMS-Nachrichten und hin und her geschickten Dokumenten hinterlassen. "Diesen Wust haben wir dann irgendwann mit Trello in den Griff bekommen, das uns die Echtzeit-Kooperation trotz unterschiedlicher Arbeitsorte erst ermöglicht hat", sagt Jens Rockstroh.

 Die Spielidee entstehtApp-Programmierung zwischen Kind und Kegel 

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Trockenobst 29. Dez 2015

Hier mal die Zahlen für ein recht gut gemachtes und viel gehyptes Game das $4 kostet...

Mumu 26. Dez 2015

Sich keine Freunde zu machen hat Apple echt drauf.

Garius 22. Dez 2015

Ist wirklich eine schöne Idee, vor allem für Eltern die musikalisch nicht so bewandert sind.



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