• IT-Karriere:
  • Services:

App Myshake: Smartphone warnt vor Erdbeben

Eine Benachrichtigung auf dem Smartphone kann lebensrettende Sekunden bedeuten: US-Wissenschaftler wollen ein Erdbebenwarnsystem mit Smartphones aufbauen. Die Geräte sollen registrieren, wenn die Erde bebt.

Artikel veröffentlicht am ,
App Myshake: Das Smartphone muss nicht öfter geladen werden.
App Myshake: Das Smartphone muss nicht öfter geladen werden. (Bild: UC Berkeley)

Ein billiges, einfaches und vor allem riesiges Netz aus Sensoren, die vor Erdbeben warnen, wollen Wissenschaftler der Universität von Kalifornien (UC) in Berkeley schaffen: Smartphone-Nutzer sollen Daten über Erschütterungen der Erde sammeln.

Stellenmarkt
  1. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin
  2. Holtzmann & Sohn GmbH, Ronnenberg

Smartphones sind mit Beschleunigungsmessern ausgestattet, die beispielsweise die Ausrichtung des Gerätes erkennen. Diese wollen Wissenschaftler als Sensoren einsetzen, um Erdbeben zu erfassen, und dessen GPS, um den Ort zu bestimmen. Wenn die App die Erschütterung durch ein Erdbeben registriert, sendet sie die nötigen Daten - Zeit, Ort und Ausschlag - an einen Rechner in Berkeley.

Computer wertet Daten aus

Der Computer wertet alle eingehenden Meldungen aus und errechnet den Ort des Erdbebens, die Zeit sowie dessen Stärke. Außerdem wollen die Forscher so besser verstehen, was bei einem Beben in der Erde geschieht und wie Gebäude auf die Erschütterungen reagieren.

Je mehr Nutzer die App Myshake auf ihrem Smartphone installieren, desto genauer können die Forscher ein Erdbeben lokalisieren. Die App ist kostenlos bei Google Play verfügbar. Die Nutzer sollen auch selbst davon profitieren: Wenn in ihrer Umgebung die Erde wackelt, sollen sie eine Warnung auf ihr Mobilgerät erhalten - und so möglicherweise die entscheidenden Sekunden, um Schutz zu suchen oder ein Gebäude zu verlassen.

Erschütterung ist nicht gleich Erschütterung

Die Idee ist zwar recht gut, jedoch ist ein Smartphone, das herumgetragen wird, andauernd Erschütterungen ausgesetzt. Die Forscher um Qingkai Kong haben deshalb einen Algorithmus entwickelt, der unterscheiden kann, ob das Smartphone geschüttelt wird, weil sich der Nutzer bewegt - oder weil die Erde bebt.

Die Erkennungsrate ist relativ hoch: Der Algorithmus erkenne alltägliche Bewegungen zu 93 Prozent, schreiben die Forscher in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift Science Advances. Das bedeute, dass 7 Prozent der Alarme, die die Smartphones geben, Fehlalarme seien. Richard Allen, Leiter des Seismologischen Labors der UC Berkeley, sagt, dass das System ohnehin am besten arbeite, wenn das Smartphone flach auf dem Tisch liege.

App aktiviert GPS

Außerdem haben die Forscher darauf geachtet, dass die App möglichst wenig Leistung aufnimmt, um den Akku des Geräts nicht unnötig zu belasten. So wird das GPS, das viel Leistung aufnehme, nur dann eingeschaltet, wenn der Beschleunigungssensor eine charakteristische Bewegung erfasse. Dann aktiviert die App das GPS, um die aktuelle Position zu bestimmen. Ein Smartphone, auf dem Myshake installiert sei, müsse nicht häufiger geladen werden als ein Smartphone ohne Myshake, sagte Kong dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum.

Ein Smartphone mit Myshake soll ein Erdbeben der Stärke 5 aus 10 Kilometern Entfernung erkennen. Mit etwa 30 Smartphones in einer Region mit dem Umfang von etwa 110 Kilometern sei es möglich, Ort, Stärke und Zeitpunkt eines Bebens sehr genau zu erfassen, sagte Kong.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 21,00€
  2. (aktuell u. a. Toshiba-Festplatte mit 10 TB für 279,00€ (Bestpreis!), Be quiet Silent Base 801...
  3. ab 30,00€ bei ubi.com
  4. (alle Countdown-Angebote im Überblick - die besten Angebote starten aber am Freitag um...

ibsi 16. Feb 2016

Musste ich auch direkt dran denken :D

Rabenherz 15. Feb 2016

Erdbeben sind sowieso verboten. Apple hat sich die Vibrationsfunktion längst patentieren...


Folgen Sie uns
       


Golem-Akademie - Trainer Florian stellt sich vor

Vom Junior-Projektleiter zum IT-Director konnte Florian Schader sämtliche Facetten der IT-Welt gestalten und hat eine Leidenschaft entwickelt, diese Erfahrungen weiterzugeben. Seine Grundmotivation ist die aktive Weitergabe seiner 20-jährigen Projekt- und Leitungserfahrung im IT-Umfeld, der Erfolg von Projekten und die aktive Weiterentwicklung von Menschen. Dabei stellt er immer den Bezug zur Praxis her. Als Trainer und Coach ist er spezialisiert auf Projektmanagement und Führungskräfteentwicklung.

Golem-Akademie - Trainer Florian stellt sich vor Video aufrufen
Star Wars Jedi Fallen Order im Test: Sternenkrieger mit Lichtschwertkrampf
Star Wars Jedi Fallen Order im Test
Sternenkrieger mit Lichtschwertkrampf

Sympathische Hauptfigur plus Star-Wars-Story - da sollte wenig schiefgehen! Nicht ganz: Jedi Fallen Order bietet zwar ein stimmungsvolles Abenteuer. Allerdings kämpfen Sternenkrieger auch mit fragwürdigen Designentscheidungen und verwirrend aufgebauten Umgebungen.
Von Peter Steinlechner

  1. Star Wars Jedi Fallen Order Mächtige und nicht so mächtige Besonderheiten

Von Microsoft zu Linux und zurück: Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme
Von Microsoft zu Linux und zurück
"Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme"

Aus Ärger über Microsoft stieß er den Wechsel der Stadt München auf Linux an. Kaum schied er aus dem Amt des Oberbürgermeisters, wurde Limux rückgängig gemacht. Christian Ude über Seelenmassage von Ballmer und Gates, die industriefreundliche CSU, eine abtrünnige Grüne und umfallende SPD-Genossen.
Ein Interview von Jan Kleinert


    Top-Level-Domains: Wem gehören .amazon, .ostsee und .angkorwat?
    Top-Level-Domains
    Wem gehören .amazon, .ostsee und .angkorwat?

    Südamerikanische Regierungen streiten sich seit Jahren mit Amazon um die Top-Level-Domain .amazon. Bislang stehen die Regierungen als Verlierer da. Ein anderer Verlierer ist jedoch die Icann, die es nicht schafft, das öffentliche Interesse an solch einer Domain ausreichend zu berücksichtigen.
    Von Katrin Ohlmer

    1. Icann Namecheap startet Beschwerde wegen .org-Preisen
    2. Domain-Registrierung Icann drückt .org-Vertrag ohne Preisschranken durch
    3. Domain-Registrierung Mehrheit widerspricht Icann-Plan zur .org-Preiserhöhung

      •  /