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App-Entwickler auf Kleinanzeigen gesucht:
Bitte einmal 20 Prozent von nichts

Es gibt ein Kleinanzeigen-Genre, das Gratisarbeit als Partnerschaft verkauft. Es gibt also eine Idee, sie muss "nur noch" umgesetzt werden. Wie bitte?!?
/ Benedikt Matthes
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Entwickler sollten ihre Arbeit nicht verschenken. (Bild: Pexels/Pixabay)
Entwickler sollten ihre Arbeit nicht verschenken. Bild: Pexels/Pixabay

Als Freelancer streift man durch allerlei Plattformen, auf denen Jobs und Projekte ausgeschrieben werden. Bei Kleinanzeigen, dem früheren Ebay-Kleinanzeigen, landet man dabei eher selten, und wenn doch, dann aus einem von drei Gründen: Masochismus, Unterhaltung oder Verzweiflung. Ich gehöre zur zweiten Gruppe, mit einem halben Zeh vielleicht zur ersten. Ich suche dort keine Arbeit, ich habe welche. Ich schaue hin, weil das, was man dort findet, oft mehr über eine Branche verrät als jede Stellenanzeige.

Sucht man dort nach den üblichen Stichworten, "Programmierer gesucht", "Webseite erstellen", "App entwickeln", stößt man früher oder später auf ein Inserat, das schon durch seinen Fundort auffällt. Es steht in der Rubrik "Zu verschenken", wo sonst durchgesessene Sofas, Umzugskartons und Kinderkleidung landen, die zu schade für den Müll sind. Sein Titel: "App Entwickler". Verschenkt wird allerdings niemand. Gesucht wird einer, der eine App baut, umsonst.

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