App: Betrüger nutzen Lidl Pay aus

Mit Lidl Pay kann man einfach per App zahlen - offenbar werden die angegebenen Kontodaten für das Lastschriftverfahren aber nicht ausreichend geprüft.

Artikel veröffentlicht am ,
Lidl Pay im Einsatz
Lidl Pay im Einsatz (Bild: Lidl)

Lidls Smartphone-Bezahlverfahren Lidl Pay steht in Deutschland in der Kritik. Grund sind zunehmende Betrugsfälle, in denen Kriminelle die offenbar nicht ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen hinter Lidl Pay ausnutzen. Dabei kaufen Betrüger ein und zahlen mit der Lidl-Pay-App, bei der zuvor ein fremdes Konto hinterlegt wurde.

Stellenmarkt
  1. IT-Spezialist (w/m/d) mit Schwerpunkt Dienstplanung
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg-Eppendorf
  2. Spezialistin Supportmanagement (m/w/d)
    Stadtwerke München GmbH, München
Detailsuche

Lidl Pay lässt sich in Deutschland nur über Sepa-Lastschriftverfahren verwenden, eine Kreditkarte lässt sich nicht als Zahlungsmittel hinterlegen. Wie Supermarktblog berichtet, ist es offenbar problemlos möglich, das Konto einer fremden Person als Belastungskonto anzugeben und zumindest für einige Einkäufe zu nutzen. Bis das System das Konto sperrt, können die Betrüger offenbar durchaus einige Hundert Euro ausgeben.

Möglich wird das durch eine offenbar unzulängliche Sicherheitsüberprüfung. Zwar sollen die Angaben vor der Freischaltung geprüft werden, die Aktivierung eines neuen Lidl-Pay-Kontos soll Supermarktblog zufolge aber binnen weniger Sekunden erfolgen. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung oder eine Testbuchung über 1 Cent vor der Freischaltung gibt es nicht. Diese sind bei anderen Anbietern üblich, vor allem, wenn Kreditkarten als Zahlungsmittel verwendet werden.

Polizei Berlin bestätigt Betrugsfälle

Die Polizei Berlin hat bestätigt, dass sich Betrugsfälle mit Lidl Pay häufen. Betroffene beschreiben, dass sie plötzlich Post vom Inkassobüro bekommen haben. Einige haben offenbar die für sie nicht erklärbaren Kontobewegungen seitens ihrer Bank annulieren lassen, bei anderen kommen wohl Konten zum Einsatz, die seit Jahren nicht genutzt wurden.

Golem Karrierewelt
  1. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    13./14.09.2022, virtuell
  2. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    10./11.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Wie Supermarktblog schreibt, ist anhand der Abbuchung nicht erkennbar, in welcher Filiale die Zahlung geleistet wurde. Auch benötigt der Abbuchungsvorgang mehrere Tage, was Betrügern einen Vorsprung verschafft.

Lidl soll bislang keine besondere Hilfe für Betroffene gewesen sein, die von ausbleibenden Antworten der Hotline berichten. Die Polizei und Lidl empfehlen, bei nicht selbst getätigten Zahlungen eine Anzeige zu erstatten. Lidl will bei bestätigten Betrugsfällen die Inkassoforderung sofort einstellen. Das bisherige Lidl-Pay-System in Deutschland soll aber offenbar nicht geändert werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


\pub\bash0r 25. Jun 2021

Eigentlich zeigt es nur, dass übermäßige Sicherheitsmaßnahmen offenbar Geldverschwendung...

Rx-J0806 25. Jun 2021

Das alles ist doch kein Aufwand: VPN reinmachen Fake Email erstellen Telefonnummern auf...

McWiesel 24. Jun 2021

Das verstehe ich aber absolut nicht. Ich hab schon seit Einführung ein SMS-Tan bei meiner...

robinx999 24. Jun 2021

Soll man sich bei jedem Anbieter registrieren der so etwas anbietet damit keiner seine...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen

Sicherheitsforscher haben eine Backdoor gefunden, die zuvor gehackte Exchange-Server seit 15 Monaten zugänglich hält.

Microsoft: Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen
Artikel
  1. Ayn Loki Zero: Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar
    Ayn Loki Zero
    Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar

    Es ist das bisher günstigste Modell in einer Reihe von vielen: Der Loki Zero mit 6-Zoll-Display nutzt einen Athlon-Prozessor mit Vega-Grafik.

  2. US-Streaming: Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat
    US-Streaming
    Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat

    Netflix hat zunehmend Probleme, neue Abonnenten zu halten. Der Anteil an Neukunden, die nach einem Monat wieder kündigen, steigt.

  3. Ducati V21L: Ducatis elektrische Rennmaschine schafft 275 km/h
    Ducati V21L
    Ducatis elektrische Rennmaschine schafft 275 km/h

    Ducati testet seit einem halben Jahr ein Elektromotorrad für den Rennsport. Der italienische Hersteller nennt Details zu Leistung und Einsatz.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gigabyte RX 6800 679€ • Samsung SSD 2TB (PS5-komp.) 249,90€ • MindStar (Zotac RTX 3090 1.399€) • Top-Spiele-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 32GB 1.700€ • Nanoleaf günstiger • Alternate (TeamGroup DDR4-3600 16GB 49,99€) Switch OLED günstig wie nie: 333€ [Werbung]
    •  /