Gesundheit: Apps auf Rezept sind teuer und meist nutzlos
Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zeigt sich nach mehrjährigen Erfahrungen mit der Verschreibung Digitaler Gesundheitsanwendungen (Diga) ernüchtert über die bisherige Bilanz. Seit rund zwei Jahren könnten die "Apps auf Rezept" von Ärzten verordnet oder von Krankenkassen genehmigt werden, um die Versicherten "bei der Erkennung, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten zu unterstützen,"schreibt die Verbandsvorsitzende Stefanie Stoff-Ahnis im jetzt vom Bundestag veröffentlichten 2. Diga-Bericht(öffnet im neuen Fenster). Für die Mehrheit der Anwendungen hätten bei Aufnahme in das Diga-Verzeichnis aber "keine positiven Versorgungseffekte nachgewiesen werden können."
Die neue Bestandsaufnahme liefert einen Überblick zur Entwicklung bis Oktober 2022, nachdem der GKV-Spitzenverband im ersten Bericht das Geschehen bis Ende 2021 beleuchtet hatte. Seit Aufnahme der ersten Diga im September 2020 ist der Katalog erstattungsfähiger Anwendungen im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) demnach stetig auf 33 Apps auf Rezept angewachsen.