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Booten und Apps starten unter APFS

Richtig große Lasten auf dem Dateisystem eines iPhones oder iPads gibt es selten. Solche Mobilgeräte sind zwar fast immer angeschaltet, aber überwiegend im Schlafmodus. Uns hat dabei interessiert, ob sich APFS oder iOS 10.3 positiv auf einige Szenarien auswirkt, die gelegentlich aufreten. Hierbei lässt sich leider nicht genau bestimmen, was der ausschlaggebende Faktor ist: das Dateisystem, nicht dokumentierte Änderungen im Betriebssystem oder beides. Es ist im Unterschied zu Desktop-Systemen nicht möglich, unterschiedliche Kombinationen zu testen.

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Ein paar Verbesserungen erwarteten wir beim Starten der Geräte. Gemessen haben wir jeweils vom ausgeschalteten Zustand bis zur Verfügbarkeit des Betriebssystems. Dabei wurden die Systeme zuvor in den Flugmodus versetzt, um Einflüsse durch WLAN oder Mobilfunknetze auszuschließen. Typischerweise braucht das System noch einige Sekunden nach dem Booten, um wieder schnell zu reagieren. Zu beachten ist, dass es sich um eine Handmessung handelt und die Ergebnisse nicht repräsentativ sind, da die Geräte sehr individuell genutzt werden. Das haben wir anhand eines testweise zurückgesetzten Systems verifiziert. Ein leeres iPad startet erheblich schneller als eines, das schon länger in Benutzung ist.

Altgeräte brauchen viel Zeit

In erster Linie zeigt sich zunächst einmal, wie drastisch die Unterschiede zwischen den Generationen sind. Mit iOS 10.2.1 booten die Altgeräte in einem Zeitraum von etwas über einer Minute; Neugeräte benötigen nur ein Drittel der Zeit. Zugegebenermaßen booten die meisten iOS-Nutzer ihre Geräte so gut wie nie, es sei denn der Akku versagt unterwegs.

iOS 10.2.1 (HFS+)iOS 10.3 (APFS)
iPhone 61:02 Minuten57 Sekunden
iPad Air1:01 Minuten58,5 Sekunden
iPad Pro 9.724 Sekunden (iOS 10.1.1)24 Sekunden
iPad Pro 9.7 nach Restore20 Sekunden20,5 Sekunden
iPhone 7 Plus18 Sekunden18 Sekunden
Bootzeiten unter iOS

Zu den Benchmarks sei angemerkt, dass wir weitgehend auf synthetische Tests verzichtet haben, um näher an der Praxis zu bleiben. Das hat allerdings auch Nachteile. Zum einen sind nur wenige Apps langsam genug, um Unterschiede klar zu zeigen, und die langsamen werden durch andere Faktoren beeinflusst. Die Zen-Garden-Demo startet beispielsweise bei einem frisch gebooteten Gerät schneller als auf einem Gerät, das schon eine Weile in Benutzung ist.

Verbindungsprobleme sorgen zudem für deutliche Ausschläge bei Super Mario Run und der erstaunlich lahmen Lufthansa-Miles-&-More-App. Andere App-Entwickler schaffen es, in demselben Zeitraum ganze 3D-Engines zu laden, den Lufthansa für ein paar simple Werbeschilder braucht. Unsere Werte zeigen den reproduzierbaren Idealfall. Nachvollziehbare Ausschläge durch externe Einflüsse haben wir aus der Rechnung herausgenommen, auch wenn diese in der Praxis natürlich sehr oft auftauchen.

Einen kurzen Test haben wir mit Geekbench durchgeführt, der keine Auswirkungen durch APFS zeigte. Das war zu erwarten. Erkennbare Unterschiede sind vor allem bei den Altgeräten zu sehen, doch die Auswirkungen halten sich in Grenzen. Die APFS-basierten Installationen booten ein paar Sekunden schneller. Bei den Apps ergab sich hingegen ein sehr unterschiedliches Bild. Während die App Miles & More - unsere neue Referenz in Sachen Langsamkeit - und die Nahverkehrsanwendung VBB so gut wie keine Unterschiede zwischen iOS 10.2.1 und 10.3 beim Startverhalten zeigten, wurde Epics Zen-Garden-Grafikdemo erstaunlich langsam. Rund 50 Prozent mehr Zeit braucht mitunter die Demo unter iOS 10.3. Apple stuft die Anwendung allerdings auch als schlechte App ein, die das ganze System ausbremst. Sie müsste aktualisiert werden, so Apple. Trotzdem sollte ein neues Betriebssystem unserer Meinung nach Alt-Apps nicht deutlich verlangsamen.

iPhone 6 (10.2.1)iPhone 6 (10.3)iPad Air (10.2.1)iPad Air (10.3)iPhone 7+ (10.2.1)iPhone 7+ (10.3)
VBB555522
Miles & More10,58,5n.V.n.V.89
Mini Metro55n.V.n.V.n.V.n.V.
Zen Garden18262627910
Super Mario Run9,5(11-21) s. Text15,515-21 (s. Text)10,59
Startzeiten einzelner Apps in Sekunden

Bei Mini Metro gibt es wiederum kaum Auswirkungen durch das Update. Schwieriger war die Lage mit Super Mario Run. Während wir unter iOS 10.2.1 noch konstante Werte ermitteln konnten, verhielt sich die App unter 10.3 nicht mehr nachvollziehbar. Trotz guter Internetverbindung schwankten die Startzeiten so stark zwischen 11 und 20 Sekunden, dass wir keinen vernünftigen Mittelwert bilden konnten.

Zumindest auf Anwendungsebene zeigte sich anhand der Beispielmessungen keine gravierende Änderung. Das sieht in der Praxis aber durchaus anders aus.

 APFS ist für Flash-Speicher optimiertKonvertierung und in der Praxis erkennbare Vorteile 
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as (Golem.de) 04. Apr 2017

Hallo, Zum einen: Wenn es "extra" erwähnt wird, würde das einen vergleichbaren Android...

MasterBlupperer 02. Apr 2017

... und es ist so versteckt, weil aktuell noch bei weitem nicht alle Funktionen die man...

Normenn12596702 02. Apr 2017

Schade, es hat fast ein halbes Jahr gedauert, bis Apple endlich die gravierendsten Bugs...

blubbico 30. Mär 2017

Golem scheint sehr erstaunt darüber, dass neue Geräte nur ein Drittel der Zeit von...

ssj3rd 30. Mär 2017

Hast du den schon irgendwas offizielles von Apple in dieser Richtung gehört ? Ist das...


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