Abo
  • Services:

APFS ist für Flash-Speicher optimiert

APFS ist vor allem eines: modern. Schnappschüsse und Copy and Write gehören dazu. Eine gewisse äußerliche Verwandtschaft zu dem von Sun Microsystems entwickelten Dateisystem ZFS ist kaum zu übersehen, und das ist wohl kaum ein Zufall: Vor rund zehn Jahren wollte Apple ZFS einsetzen, stellte das Projekt dann aber wieder ein und blieb beim alten, ja uralten HFS+.

Stellenmarkt
  1. Damovo Deutschland GmbH & Co. KG, München
  2. QUNDIS GmbH, Erfurt

Die Nachteile von HFS+ sind im Prinzip die Vorzüge von ZFS oder auch dessen Ableger Btrfs. Beide befinden sich durchaus im Einsatz, wenn auch in Spezialfällen wie dem Enterprise-Umfeld (ZFS) oder zunehmend performanten Consumer-NAS-Systemen (Btrfs) - letzteres allerdings oft in einer nicht vollständigen Umsetzung. APFS wird von Apple als besonders modern eingestuft. Das Dateisystem sei im Unterschied zu HFS+ nicht für rotierende Datenträger wie Disketten geschrieben worden, sondern spezialisiert auf Flash-Speicher.

APFS hätte auch auf Festplatten teils Vorteile

Doch das ist zu kurz gedacht. Viele Funktionen sind auch für rotierende Datenträger von Vorteil. Dazu gehören etwa Cloning und Snapshotting; Dateien werden auf Dateisystemebene schnell verdoppelt oder auch für die Ewigkeit festgehalten. Das aufwendige Kopieren der Datei zur Erstellung eines Klons oder die Erstellung eines zeitlich festgelegten Backups entfallen weitgehend, da Verweise die Arbeit übernehmen. Im Falle eines Klons werden beispielsweise die veränderten Daten dieses Klons an einer anderen Stelle gespeichert. Das Unveränderte bleibt dort, wo der Original-Klon sich befindet. Das ist auf Flash-Speicher natürlich in der Theorie besonders schnell. Bei Festplatten löst das eine größere Anzahl an Kopfbewegungen aus, was die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems beeinträchtigt.

  • Das Update ist angeblich sehr groß. Heruntergeladen wurde aber tatsächlich nur ein Drittel davon. (Screenshot: Golem.de)
  • Die neuen Systemeinstellungen (Screenshot: Golem.de)
  • Neu ist eine Übersicht veralteter Apps, die bald nicht mehr unterstützt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Manche App gibt es nicht einmal mehr im App Store. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch iOS 10.3 braucht seine Zeit zur Bestimmung der Anzahl von Objekten. (Screenshot: Golem.de)
  • Ein wichtiger Sicherheitstipp (Screenshot: Golem.de)
  • In den Systemeinstellungen sieht man alle mit der Apple-ID verbundenen Geräte. (Screenshot: Golem.de)
  • Auf unserem iPhone 6 hatten wir am Ende 14.33 GByte frei. (Screenshot: Golem.de)
  • Die neue TV-App übernimmt alte Daten. (Screenshot: Golem.de)
  • TV-App in den Systemeinstellungen (Screenshot: Golem.de)
  • Die Einträge hier gelten nicht für Deutschland. (Screenshot: Golem.de)
  • Wer seine Apple ID nicht absichert, bekommt regelmäßig eine Warnung. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Versuch einer Rückspielung eines Backups auf ein iPhone SE verursachte seltsame Probleme. (Screenshot: Golem.de)
Auch iOS 10.3 braucht seine Zeit zur Bestimmung der Anzahl von Objekten. (Screenshot: Golem.de)

Diese Leistungseinschränkungen stellen damit auch klar, was Apple mit "optimiert für Flash-Speicher" meint. Gemeint ist nämlich nicht nur, dass die alten Dateisysteme ziemlich lahm auf Flash-Speicher sind; manch eine Operation braucht einfach die Geschwindigkeit von Flash-Speicher, um realistisch eingesetzt werden zu können und ist deswegen in alten Dateisystemen nicht vorhanden. Mit anderen Worten: Die Flash-Speicher-Technik eröffnet Dateisystementwicklern und Anwendungsentwicklern neue Möglichkeiten. Dazu gehört auch die sogenannte Data Deduplication, bei der mehrfach abgespeicherte Daten nur noch einmal gespeichert werden. Apple wird aber das genau nicht verwenden.

Cloning statt Data Deduplication

Stattdessen wird das genannte Cloning von Apple aktiv im System verwendet und nicht nur, wenn der Anwender eine Datei kopiert. Zumindest liest sich so bisher die Dokumentation. Das soll Speicherplatz sparen und eine Alternative zur Data-Deduplication sein, die Apple aufgrund der Verschlüsselung der Daten nicht einsetzen wird. Zu beachten ist beim Cloning aber, dass die Dateien damit physisch nicht mehrfach vorhanden sind. Auf einer Festplatte bietet sich beispielsweise durchaus ein lokales Backup an, weil im Falles eines Datenträgerproblems unserer Erfahrung nach häufig andere Bereiche einer Festplatte noch problemlos auslesbar sind.

Ähnlich interessant ist das sogenannte Space Sharing. Mehrere Partitionen können sich einen gemeinsamen Speicher teilen. Ob das in der Praxis bei iOS-Geräten eingesetzt wird, war auf den ersten Blick in diesem Test aber nicht erkennbar. Denkbar wäre, dass Apple intern das Betriebssystem auf eine Partition packt und ein temporäres Verzeichnis auf eine andere. Sollte das Betriebssystem mal mehr Platz brauchen, ist das dank Space Sharing kein Problem, da ein Repartitionieren entfallen kann und sich das System an dem verbliebenen Platz bedient, der nicht unbedingt von der temporären Partition kommen muss, sondern auch von einer anderen Partition stammen kann.

Andere Neuerungen beinhalten das schnellere Zusammenzählen von Dateien und deren Kapazitätsbelegung auf dem Datenträger sowie eine größere Stabilität gegenüber Abstürzen. Eine direktere Unterstützung von Verschlüsselung gehört ebenfalls dazu. All diese Funktionen gab es natürlich schon früher. APFS verspricht nur eine deutlich höhere Effizienz und Robustheit.

Eine gute Erklärung zum neuen Dateisystem bietet Apple in einer Video-Session der WWDC-2016. Weitere Neuerungen sind in der Gegenüberstellung von APFS und HFS+ zu sehen.

Doch all das sind theoretische Überlegungen, und nicht alles kommt vermutlich bei iOS-Geräten voll zur Geltung. In der Praxis zeigen sich aber durchaus Unterschiede zwischen den Geräten und den Auswirkungen von APFS auf sie.

 APFS unter iOS 10.3 im Test: Schneller suchen und ein bisschen schneller bootenBooten und Apps starten unter APFS 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

as (Golem.de) 04. Apr 2017

Hallo, Zum einen: Wenn es "extra" erwähnt wird, würde das einen vergleichbaren Android...

MasterBlupperer 02. Apr 2017

... und es ist so versteckt, weil aktuell noch bei weitem nicht alle Funktionen die man...

Normenn12596702 02. Apr 2017

Schade, es hat fast ein halbes Jahr gedauert, bis Apple endlich die gravierendsten Bugs...

blubbico 30. Mär 2017

Golem scheint sehr erstaunt darüber, dass neue Geräte nur ein Drittel der Zeit von...

ssj3rd 30. Mär 2017

Hast du den schon irgendwas offizielles von Apple in dieser Richtung gehört ? Ist das...


Folgen Sie uns
       


Infiltrator Demo mit DLSS und TAA

Wir haben die Infiltrator Demo auf einer Nvidia Geforce RTX 2080 Ti mit DLSS und TAA ablaufen lassen.

Infiltrator Demo mit DLSS und TAA Video aufrufen
iPhone Xs, Xs Max und Xr: Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?
iPhone Xs, Xs Max und Xr
Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?

Apples neue iPhones haben neben dem Nano-SIM-Slot eine eingebaute eSIM, womit der Konzern erstmals eine Dual-SIM-Lösung in seinen Smartphones realisiert. Die Auswahl an Netzanbietern, die eSIMs unterstützen, ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber eingeschränkt - ein Überblick.
Von Tobias Költzsch

  1. Apple Das iPhone Xr macht's billiger und bunter
  2. Apple iPhones sollen Stiftunterstützung erhalten
  3. XMM 7560 Intel startet Serienfertigung für iPhone-Modem

Apple: iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
Apple
iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht

Apple verdoppelt das iPhone X. Das Modell iPhone Xs mit 5,8 Zoll großem Display ist der Nachfolger des iPhone X und das iPhone Xs Max ist ein Plus-Modell mit 6,5 Zoll großem Display. Die Gehäuse sind sogar salzwasserfest und überstehen auch Bäder in anderen Flüssigkeiten.

  1. Apple iPhone 3GS wird in Südkorea wieder verkauft
  2. Drosselung beim iPhone Apple zahlt Kunden Geld für Akkutausch zurück
  3. NFC Yubikeys arbeiten ab sofort mit dem iPhone zusammen

Network Slicing: 5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?
Network Slicing
5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?

Ein Digitalexperte warnt vor einem "deutlichen Spannungsverhältnis" zwischen der technischen Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G und dem Prinzip des offenen Internets. Die Bundesnetzagentur gibt dagegen vorläufig Entwarnung.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. T-Mobile US Deutsche Telekom gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für 5G aus
  2. Ericsson Swisscom errichtet standardisiertes 5G-Netz in Burgdorf
  3. Masterplan Digitalisierung Niedersachsen will flächendeckende Glasfaserinfrastruktur

    •  /