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MacOS ist für APFS nicht vorbereitet.
MacOS ist für APFS nicht vorbereitet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Auch das dritte System macht Schwierigkeiten

System 3, das Macbook Air, stürzte während des Upgrade-Vorgangs ab. Neben externen Disks war das unsere APFS-Spielwiese. Die anderen beiden Systeme waren hingegen Produktivsysteme. Da das Internet-Recovery nicht funktionierte - unser WLAN-Passwort wurde nicht akzeptiert -, erstellten wir eine Installationsdisk.

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Mit High Sierra ist das erfreulicherweise einfacher geworden, für Endanwender allerdings immer noch eine Herausforderung. Für so einen Fall braucht es einen zweiten Mac und Apple verlangt die Nutzung des Terminals. Dort muss aber nur ein Sudo-Befehl gegeben werden, der Prozess dauert nur ein paar Minuten. Englischkenntnisse werden derzeit auch gefordert. Der Deutsche Service-Artikel wurde bis zum 3. Oktober 2017 noch nicht aktualisiert. Die Rettung verlief ohne Probleme und es gingen auch keine Daten verloren. APFS ist in diesem Fall robust gewesen.

Zwei APFS-Container müssen hintereinander angelegt werden

Hier kommen dann allerdings die nächsten Design- und Logikfehler zum Tragen, die uns auf System 1 und 2 verborgen blieben. Apple erlaubt etwa die Erstellung mehrerer APFS-Container-Partitionen in einem Rutsch. Doch nach dem Anklicken von "Anwenden" wird nur eine Partition angelegt und es folgt eine Fehlermeldung. Das konnten wir auf der externen SSD reproduzieren. Der Grund ist demnach "ein interner Statusfehler". Wenn wir per Hand hintereinander zwei APFS-Container erstellen, gibt es keine Probleme. Mischt man einen APFS-Container mit einer anderen Partition (etwa exFAT oder HFS+), macht das überhaupt keine Probleme. Das Anlegen mehrerer Partitionen versagt nur bei APFS. Das gleichzeitige Löschen mehrerer APFS-Container stellt wiederum kein Problem dar.

Das Anlegen von Volumes ist dank APFS übrigens erheblich leichter geworden. Subvolumes lassen sich binnen Sekunden anlegen. Selbiges gilt für das Aufteilen von Containern. Anwender müssen nur die Unterschiede zwischen Container und Volumes verstehen. In der einfachen Ansicht ist das unserer Meinung nach aber nicht möglich. In der erweiterten Ansicht erschließt sich die Logik hingegen sofort.

Da wir nicht davon ausgehen, dass Apple die Ansichts- und Formatierungsprobleme je lösen wird, schließlich hätte Apple das schon 2010 erledigen müssen, empfehlen wir, immer auf die erweiterte Ansicht umzuschalten und weiter oben im Baum Datenträger zu formatieren. Lästig ist allerdings, dass selbst im Recovery-Modus die Umschaltung erfolgen muss. In einer Umgebung, die eher erfahrene Anwender nutzen, ergibt es keinen Sinn, die Ansicht zu vereinfachen. Wenn das gemacht wird, dann passieren auch keine Fehler. Uns wundert nur, dass Apple mit der Vereinfachung der Ansicht Nutzerfrust provoziert. Wer sich mit Dateisystemen auskennt, der weiß damit umzugehen. Wer aber einfach nur seinen Datenträger löschen will, der kommt damit nicht unbedingt zurecht.

Für all diese Fehler und Designpatzer mit den APFS-basierten Tools gibt es nur zwei mögliche Erklärungen. Entweder hat Apple nicht systematisch getestet, was wir für unwahrscheinlich halten. Oder Apple hat bewusst zwecks pünktlichem Release die Bugs und Designschwächen durchgelassen. Neu wäre das Verhalten nicht. Apple hat seit ein paar Jahren die Priorität auf scheinbare Neuerungen gelegt und dafür die Softwarequalität geopfert.

Wir finden Apples Verhalten sehr bedenklich, schließlich geht es hier um Dateisysteme und nicht eine Foto-App. Da muss alles stimmen. Das Dateisystem selbst zeigte zum Glück keine Fehler. Aber aufgrund der noch nicht fertigen Werkzeuge halten wir eine Zwangsumstellung für den falschen Weg und uns wundert nicht, dass auch andere Entwickler Schwierigkeiten mit APFS haben. Legt man Erfahrungen von ZFS und Btrfs zugrunde, wird Apple auch noch mehrere Jahre brauchen, bis alles rund um APFS stimmt. Der Aufwand ist wirklich sehr hoch.

Externe APFS-Backups gibt es nicht

Noch liegt einiges ohnehin brach. Apple verspricht zwar, dass MacOS High Sierra dank APFS ein einfacheres Backup unterwegs ermöglicht. Doch APFS wird für Backup-Medien nicht unterstützt. Mal eben schnell ein Notbackup ist mit Time Machine jedenfalls nicht zu machen. APFS ist mit seinen Snapshots aber für die lokalen Backups auf demselben Datenträger von Relevanz. Davon sieht der Anwender aber nichts.

Reagiert hat Apple mittlerweile mit einem hastig nachgeschobenen, immerhin rund 900 MByte fassenden, außerplanmäßigen Patch. Das sogenannte Supplemental beseitigt laut Apple diverse Probleme, allerdings keine der von uns entdeckten. Wichtig ist der Patch dennoch, denn eine eklatante Lücke in der Verschlüsselung wurde beseitigt, die eigentlich auch mit systematischem Testen hätte entdeckt werden müssen. Apple hat nicht gerade wenig Arbeit in den Patch gesteckt, das deutet zumindest die neue Build-Nummer 17A405 an.

Allgemein lässt sich sagen, dass der Umstieg auf APFS nicht nur unvollständig ist, sondern auch verfrüht. Die Meldungen zu Problemen mit dem Dateisystem haben zugenommen. Je systemnaher eine Anwendung arbeitet, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es Probleme gibt. Das betrifft aber nur einen kleinen Teil der Anwender und diejenigen, die hoffen, sich mit APFS Aufgaben vereinfachen zu können. Systemnahe Spiele, die Entwicklungsumgebungen für Spiele oder einige Adobe-Anwendungen betreffen nicht das Gros der Nutzer. Es zeigt aber, dass Apple Probleme mit der Zielgruppe in Kauf nimmt.

 Überprüfung geht nur mit dem Boot-Volume in einem ContainerVerfügbarkeit und Fazit 

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S-Talker 23. Okt 2017

Das ist nichts geringeres als Blasphemie!!!

slead 16. Okt 2017

bei mir ist es kein Mac sondern ein hack....ein mac hack oder hack mac....auch...

Junior-Consultant 16. Okt 2017

JOWOOD! SOLDNER: TOTAL WARS War ein herrliches Bugfest.

Pjörn 14. Okt 2017

Richtig. Die wird über das Zusammenspiel von Gehirn und dem optischen Apparat...

cran 14. Okt 2017

Wurde mit dem neuen Dateisystem endlich die Sonderbehandlung des Doppelpunkts in...



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