Apfel im Logo: Apple bedrängt Schweizer Obstverband
Apple kämpft mal wieder für Äpfel – genauer gesagt für die Rechte an der Abbildung eines Apfels in Schwarz-Weiß. Das könnte bei einer erfolgreichen Eintragung auch den Schweizer Obstverband(öffnet im neuen Fenster) in Schwierigkeiten bringen, der einen roten Apfel und ein weißes Kreuz als Logo nutzt – und mit 111 Jahren deutlich älter als Apple ist.
Apple ist bekannt dafür, aggressiv geistige Eigentumsrechte für seine Marken zu verfolgen, auch gegenüber offensichtlichen Verwendungen, die nichts mit IT zu tun haben.
Der erste Versuch des Unternehmens, sich in der Schweiz die Abbildung eines Apfels zu sichern, gehe auf das Jahr 2017 zurück, berichtete Wired(öffnet im neuen Fenster). Apple wollte sich damals eine realistische Darstellung eines Granny Smith in Schwarz-Weiß(öffnet im neuen Fenster) als Logo sichern. Vollständig klappte das nicht, weshalb Apple sich an das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen wandte.
Der Ausgang dieses Verfahrens ist noch offen(öffnet im neuen Fenster).
Wie Wired weiter berichtete(öffnet im neuen Fenster), stellte Apple nach Aufzeichnungen der Weltorganisation für geistiges Eigentum ähnliche Anträge an Dutzende von Markenschutzbehörden(öffnet im neuen Fenster) in aller Welt. Die Behörden in Japan, der Türkei, Israel und zahlreichen anderen Ländern(öffnet im neuen Fenster) hätten den Anträgen stattgegeben.
Entscheide das Gericht für Apple, könne das Logo des Obstverbandes in Gefahr sein, schrieb die Zeitung Schweizerbauer(öffnet im neuen Fenster).
Apple legte sich schon mit einem Appentwickler mit einem Birnen-Logo an, einem Fahrradweg in Deutschland, einem ukrainischen Filmemacher und einem Mineralwasserhersteller.
Ebenfalls in Deutschland ging Apple gegen die Markeneintragung eines Bonner Cafés namens Apfelkind vor. Dieses hatte sein Apfel-Logo als Wort-Bild-Marke angemeldet und damit auch Tassen, Lampen und Taschen verziert sowie verkauft. Apple zog später allerdings seinen Einspruch beim Deutschen Patent- und Markenamt zurück.
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