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Apex: Android-Backports sollen leichter in Apps umgesetzt werden

Mit den Apex-Paketen kann Google Backports für das Android-Framework über den Play Store verteilen. Ein neues SDK soll die Nutzung vereinfachen.

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Android bekommt ein neues Erweiterungs-SDK. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

In seinem Android Developers Blog hat Hauptentwickler Google ein neues Erweiterungs-SDK für das Mobilbetriebssystem vorgestellt. Ziel des SDKs ist es, dass App-Entwickler künftig leichteren Zugang zu Informationen haben, welche Android-Module eventuell auch als Backport für ältere Android-Versionen verteilt wurden und damit auf dem Gerät genutzt werden können. Darüber hinaus sollen dank des SDKs diese Backports leichter verwendet können.

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Technische Grundlage des neuen SDKs sind die Module in dem neuen Paketformat Apex (Android Pony Express), das Google erstmals im Jahr 2019 vorstellte. Dabei handelt es sich um Komponenten das Android-Frameworks, die nun modularisiert werden können. Die Pakete kann Google außerdem über den Play Store selbst aktualisieren, zuvor musste das Update über die OEM-Hersteller als Teil eines Images ausgeliefert werden. Das ermöglicht einerseits schnellere Updates für Basiskomponenten, wie Google dies etwa für den Root-Store umsetzen möchten, andererseits aber auch Backports von Funktionen aus neueren Android-Versionen auf ältere Android-Versionen. Auch das Erweiterungs-SDK selbst ist als Apex-Paket umgesetzt.

Als praktisches Beispiel zur Verwendung des SDK nennt Google das Modul zur Fotoauswahl. Dazu heißt es: "Das Erweiterungs-SDK ermöglicht es uns auch, die Unterstützung bestimmter Plattformfunktionen auf vorhandene Android-Versionen auszudehnen und so die Benutzerreichweite zu erhöhen. Beispielsweise sind die Foto-Picker-APIs, die zuvor nur auf API-Ebene 33 (Android T) und höher verfügbar waren, jetzt auch bis zurück zu API-Ebene 30 (Android R) über das Erweiterungs-SDK auf Geräten mit einer R-Erweiterungsversion von mindestens 2 verfügbar." Ebenfalls getestet werden kann die neue Technik auch mit der sogenannten Privacy Sandbox.

Für Entwickler hat Google darüber hinaus seine API-Referenz entsprechend angepasst. Für die Foto-Picker-API beispielsweise wird deren Verfügbarkeit nun mit API Level 33 und mit R Extension 2 angegeben. Das Extension SDK ermöglicht nun leicht, zur Laufzeit in der App nach diesen Informationen zu suchen, ähnlich wie dies bereits mit der SDK-API funktioniert. Zur einfacheren Arbeit hat Google auch seine Jetpack-Bibliotheken angepasst und Werkzeuge zu Android Studio hinzugefügt.