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Apache Server Status: Falsch konfigurierte Websites verraten Passwörter

Zahlreiche Websites, darunter auch sehr große, geben jedem Einblick in den Status ihrer Apache-Server, bei wenigen tauchen dort auch Passwörter von Nutzern auf.
/ Jens Ihlenfeld
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Apache Server Status (Bild: Screenshot Golem.de)
Apache Server Status Bild: Screenshot Golem.de

Daniel Cid vom Sicherheitsunternehmen Sucuri ist der Frage nachgegangen(öffnet im neuen Fenster) , welche Websites ihren Apache Server Status für jeden lesbar ins Netz stellen. Er hat dazu rund 10 Millionen Websites automatisiert überprüft und dabei zahlreiche Websites gefunden, bei denen das der Fall ist. Die entsprechende Liste hat Cid unter urlfind.org(öffnet im neuen Fenster) ins Netz gestellt.

Darunter sind bekannte Websites wie php.net, cloudflare.com, disney.go.com, latimes.com, staples.com, tweetdeck.com, nba.com, ford.com, cisco.com und apache.org. Letztere geben an, den Serverstatus bewusst ins Netz zu stellen, andere, wie php.net, cloudflare.com oder latimes.com, haben den Fehler nach einem Hinweis korrigiert.

Der Apache Server Status verrät, welche Zugriffe der jeweilige Webserver gerade verarbeitet, einschließlich IP-Adressen und aufgerufener URLs. Das kann mitunter zu einem Sicherheitsproblem führen, denn Cid fand auf diesem Weg unter anderem die URLs zu einigen Administrationskonsolen für Websites, die ungesichert im Netz stehen. Je nach Konfiguration lässt sich auch ablesen, wie viele Zugriffe und welchen Traffic ein Server verarbeitet.

Der Metasploit-Architekt HD Moore hat die Untersuchung von Cid mit den laut Alexa Top-100.000-Websites nachvollzogen und laut Ars Technica dabei in rund 45 Minuten 1.774 Websites gefunden, die ihren Serverstatus ins Netz stellen. Darunter auch Websites, bei denen Session-IDs oder das Anmeldepasswort der Nutzer im Klartext in der URL auftauchen, die auf der Server-Status-Seite zu sehen sind.

Wie sich der Serverstatus absichern lässt, ist in der Apache-Dokumentation beschrieben(öffnet im neuen Fenster) .


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