Apache-Lizenz: Apple beendet GPL-Lizenzierung von Unix-Druckdienst Cups

Der Standarddienst zum Drucken unter Unix, Cups, gehört seit Jahren zu Apple. Cups steht künftig aber nicht mehr unter der Copyleft-Lizenz GPL, sondern unter der freizügigen Apache-Lizenz. Apple räumt damit vor allem seine eigenen Ausnahmen auf.

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Lange vor der Erfindung von Cups hat Apple auch mal Drucker verkauft.
Lange vor der Erfindung von Cups hat Apple auch mal Drucker verkauft. (Bild: moparx, flickr.com/CC-BY-SA 4.0)

Seit rund 15 Jahren nutzt Apple den Standarddienst zum Drucken unter Unix, Cups, für seine MacOS-Betriebssystemreihe und seit rund zehn Jahren arbeitet Cups-Erfinder und Chefentwickler Michael Sweet für Apple. Mit zwei Beiträgen zum Code hat Sweet die für Cups genutzte Lizenz von GPL auf die Apache-Lizenz umgestellt. Die Änderungen werden auch sehr knapp im Blog des Cups-Projektes bekanntgegeben.

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Die GPL sowie die in Cups ebenfalls genutzte LGPL setzen das sogenannte Copyleft-Prinzip um, sodass Änderungen und Ableitungen des Codes wie das Original auch wieder als freie Software zur Verfügung stehen müssen, sobald die veränderte Version weiter verteilt wird. Die Apache-Lizenz ist hier freizügiger und setzt das Copyleft-Prinzip nicht um. Das Unternehmen Apple ist alleiniger Urheber von Cups, was den Lizenzwechsel enorm vereinfacht. Die Rechte für Beiträge von externen Entwicklern müssen per Contributor License Agreement (CLA) an Apple übertragen werden.

Das Unternehmen Apple lehnt die GPL eigentlich ab und verwendet diese für seine Unix-Systeme nur dort, wo es nicht anders geht. Vermutlich vor allem deshalb ist Apple einer der größten Sponsoren des Compiler-Baukastens LLVM, der ebenso eine freizügige Lizenz verwendet. GNU-Projektgründer Richard Stallman wertet das gar als Angriff. Apple hat außerdem die freie Implementierung des SMB-Protokolls, Samba, aus seinen Systemen entfernt, weil Samba von GPLv2 auf GPLv3 gewechselt ist. Software unter GPLv3 lehnt Apple prinzipiell ab.

Überlegungen, die sich aus dieser Firmenphilosophie ergeben, dürften aber nur in Teilen zu dem aktuellen Lizenzwechsel von Cups beigetragen haben. Denn Apple pflegte auch bisher schon einige großzügige Ausnahmen als Teil der Lizenzbestimmungen von Cups, die das eigentlich strikte Copyleft-Prinzip für MacOS aufgeweicht haben. Mit der Wahl der Apache-Lizenz wird dieses Prinzip nun aber standardisiert, immerhin fallen damit die von Apple selbst formulierten Teile der Lizenz weg.

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