• IT-Karriere:
  • Services:

Apache-Lizenz 2.0: OpenSSL plant Lizenzwechsel an der Community vorbei

Ohne große vorherige öffentliche Diskussion soll OpenSSL künftig die Apache-Lizenz 2.0 nutzen. Vor allem die OpenBSD-Community kritisiert die Lizenz und das konkrete Vorgehen, das die Community spaltet und den Eindruck erweckt, als sei alles schon beschlossen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Lizenzwechsel von OpenSSL ist wohl schon beschlossen.
Der Lizenzwechsel von OpenSSL ist wohl schon beschlossen. (Bild: OpenSSL)

Statt der mittlerweile mehr als 20 Jahre alten und selbst geschriebenen Lizenz soll das OpenSSL-Projekt künftig die Apache-Lizenz 2.0 nutzen. Erste Pläne dazu hat das Projekt, das nach dem katastrophalen Heartbleed-Bug von der Core Infrastructure Initiative (CII) der Linux Foundation unterstützt wird, bereits im August 2015 bekanntgegeben. Einige prominente Community-Beteiligte zeigen sich dennoch extrem unzufrieden mit dem Vorgehen.

Inhalt:
  1. Apache-Lizenz 2.0: OpenSSL plant Lizenzwechsel an der Community vorbei
  2. Lizenzwahl nachvollziehbar, aber problematisch

Denn der Lizenzwechsel selbst oder auch die Wahl der neuen Lizenz sind offenbar nicht innerhalb der größeren Community diskutiert worden und vor allem nicht öffentlich. So schreibt etwa der OpenBSD-Projektgründer und -Leiter Theo de Raadt auf einer Mailingliste: "Sie haben nie die Autorengemeinde gefragt, was sie wollen".

Beschlossene Sache der Unternehmen?

Tatsächlich scheint es so, dass die nun öffentlich verkündete Bitte um Zustimmung oder Ablehnung zu der neuen Lizenz zu einem Zeitpunkt stattfindet, zu dem bereits große Bestandteile des Codes neu lizenziert werden können, da die an OpenSSL interessierten Unternehmen dem Wechsel bereits zugestimmt haben.

Dafür spricht, dass die Ankündigung sowohl von der Linux Foundation als auch von Oracle und Intel unterstützt wird. Ebenso sollte davon auszugehen sein, dass die Autoren des OpenSSL-Vorgängerprojekts SSLeay, die 1998 zu RSA wechselten, dem Lizenzwechsel bereits zugestimmt haben.

Stellenmarkt
  1. DATAGROUP Köln GmbH, Leverkusen
  2. Greenpeace e.V., Hamburg

Einzelne Beitragende wie eben de Raadt, andere OpenBSD-Mitglieder oder Entwickler, die eventuell nur eine geringe Anzahl Patches in OpenSSL vorweisen können, spielen in der Entscheidung damit vermutlich keine Rolle mehr. Denn selbst wenn diese der Änderung nicht zustimmen, könnten ihre Beiträge mit Hilfe der großen Industrieunterstützung notfalls schlicht reimplementiert werden. Eine öffentliche Diskussion innerhalb der Community kann so umgangen werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Lizenzwahl nachvollziehbar, aber problematisch 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

schily 28. Mär 2017

Was erhoffst Du Dir von Deinen Lügen? Ich habe nie behauptet, die EUPL sei nicht OSI...

TheWesleyCrushers 27. Mär 2017

Ja, die Schwäche sehe ich auch. Es wird zum Beispiel auch nicht erwähnt, dass die Apache...

Apfelbrot 26. Mär 2017

Nein da bist nur du mit dir selbst einig. https://en.wikipedia.org/wiki/Category...

Seitan-Sushi-Fan 25. Mär 2017

Fixes für Bugs, die LibreSSL ebenfalls betreffen, werden eigentlich aus OpenSSL übernommen.


Folgen Sie uns
       


Galaxy Fold im Test

Das Galaxy Fold ist Samsungs erstes Smartphone mit faltbarem Display. Die Technologie ist spannend, im Alltag nervt uns das ständige Auf- und Zuklappen aber etwas.

Galaxy Fold im Test Video aufrufen
Magenta-TV-Stick im Test: Android-TV-Stick gleicht Magenta-TV-Schwächen nicht aus
Magenta-TV-Stick im Test
Android-TV-Stick gleicht Magenta-TV-Schwächen nicht aus

Eine bequeme Nutzung von Magenta TV verspricht die Telekom mit dem Magenta-TV-Stick. Wir haben uns die Hardware angeschaut und dabei auch einen Blick auf Magenta TV geworfen. Der Dienst hat uns derzeit noch zu viele Schwächen.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Peacock NBC Universal setzt gegen Netflix auf Gratis-Streaming
  2. Joyn Plus+ Probleme bei der Kündigung
  3. Android TV Magenta-TV-Stick mit USB-Anschluss vergünstigt erhältlich

Radeon RX 5600 XT im Test: AMDs Schneller als erwartet-Grafikkarte
Radeon RX 5600 XT im Test
AMDs "Schneller als erwartet"-Grafikkarte

Für 300 Euro ist die Radeon RX 5600 XT interessant - trotz Konkurrenz durch Nvidia und AMD selbst. Wie sehr die Navi-Grafikkarte empfehlenswert ist, hängt davon ab, ob Nutzer sich einen Flash-Vorgang zutrauen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte AMD bringt RX 5600 XT im Januar
  2. Grafikkarte Radeon RX 5600 XT hat 2.304 Shader und 6 GByte Speicher
  3. Radeon RX 5500 XT (8GB) im Test Selbst mehr Speicher hilft AMD nicht

Sicherheitslücken: Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet
Sicherheitslücken
Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet

Eigentlich sollte die Parkhaussteuerung nicht aus dem Internet erreichbar sein. Doch auf die Parkhäuser am Microsoft-Hauptsitz in Redmond konnten wir problemlos zugreifen. Nicht das einzige Sicherheitsproblem auf dem Parkhaus-Server.
Von Moritz Tremmel

  1. Ölindustrie Der große Haken an Microsofts Klimaplänen
  2. Datenleck Microsoft-Datenbank mit 250 Millionen Support-Fällen im Netz
  3. Office 365 Microsoft testet Werbebanner in Wordpad für Windows 10

    •  /