Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Apache Kafka: IBM will wohl Eventstreaming-Experten Confluent kaufen

IBM bietet für Confluent 11 Milliarden US-Dollar, das auch in Berlin einen Standort hat. IBM setzt damit seine KI -Strategie weiter um.
/ Achim Sawall
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Jay Kreps, Mitbegründer und CEO von Confluent, spricht Mitte November 2025 auf der Current in New Orleans. (Bild: Confluent)
Jay Kreps, Mitbegründer und CEO von Confluent, spricht Mitte November 2025 auf der Current in New Orleans. Bild: Confluent

IBM will Confluent für rund 11 Milliarden US-Dollar übernehmen. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) aus informierten Kreisen. Die Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten, könnten aber auch noch abgebrochen werden, hieß es. Eine Einigung sei bereits am 8. Dezember 2025 möglich.

Confluent bietet Middleware zur Verwaltung von Echtzeit-Datenströmen, die auch in großen KI-Modellen verwendet werden. Das Unternehmen aus Mountain View, Kalifornien, entwickelt die kommerzielle Distribution des Open-Source-Tools Apache Kafka . Apache Kafka hat sich als Quasistandard für Eventstreaming etabliert. Es wird für die Verarbeitung großer Datenströme in Echtzeit genutzt, zum Beispiel im E-Commerce, Finanzsektor oder IoT.

Größte Akquisition für IBM seit längerer Zeit

Laut Geschäftsbericht lag die Zahl der Beschäftigten Ende 2024 bei 3.060. Neben dem Hauptsitz im Silicon Valley sind wichtige Hubs in Städten wie London, Bangalore und Berlin. Im Januar 2023 hatte Confluent das Berliner Start-up Immerok 100 Millionen US-Dollar übernommen. Die Plattform von Immerok erweitert das Open-Source-Framework Apache Flink mit Funktionen, die die Ausführung der Software in der Cloud vereinfachen. Das Start-up stellt dies als Managed Service bereit. Laut Immerok automatisiert das Angebot gängige Wartungsaufgaben wie das Hinzufügen und Entfernen von Infrastrukturressourcen, wenn sich die Nutzeranforderungen ändern.

Die Übernahme von Confluent wäre die größte Akquisition für IBM seit längerer Zeit. Im vergangenen Jahr hatte IBM den Cloud-Software-Anbieter Hashicorp für 6,4 Milliarden US-Dollar gekauft und damit seine Position im schnell wachsenden Cloud- und KI-Bereich weiter gestärkt.


Relevante Themen