Abo
  • IT-Karriere:

Aomedia: Apple unterstützt freien Videocodec AV1

Ohne große Ankündigung wird Apple als Mitglied der Alliance for Open Media (Aomedia) geführt. Damit ist das Unternehmen der wohl letzte wichtige Unterstützer für den freien Videocodec AV1.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein künftiges Apple TV unterstützt vielleicht auch AV1.
Ein künftiges Apple TV unterstützt vielleicht auch AV1. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Durch eine eher unscheinbare Änderung der Webseite und ohne weitere Ankündigung wird das Unternehmen Apple nun als Mitglied des Leitungsgremiums der Alliance for Open Media geführt. Das Industriekonsortium Aomedia arbeitet an dem neuen Videocodec AV1, der als Standard für das Web frei verfügbar sein soll und langfristig als Alternative zu dem MPEG-Format HEVC alias H.265 eingesetzt werden könnte.

Stellenmarkt
  1. Öffentliche Versicherung Braunschweig, Braunschweig
  2. neveling.net GmbH, Hamburg

Auf die Änderung hingewiesen hat zuerst das US-Magazin Cnet, auf eine entsprechende Anfrage des Magazins hin wollte sich Apple wie üblich aber nicht äußern. Die Videospezialisten von Bitmovin, die sich ebenfalls in der Aomedia engagieren, bezeichnen den Schritt als überraschend aber auch sehr wichtig. Immerhin sei dies eine wichtige Auszeichnung für die Aomedia und den Codec AV1 sowie ein "ein starkes Signal, dass AV1 zu einem ausgereiften Codec wird und eine echte Alternative zu HEVC und den Standardgruppen MPEG und VCEG darstellt".

Der langjährige Firefox-Entwickler und ehemalige Mozilla-Angestellte Robert O'Callahan schreibt in einem Kommentar auf seinem Blog dazu, dass "der Kampf um nicht Patent-behaftete Media-Codecs fast gewonnen" sei. O'Callahan bezieht sich in seiner Einschätzung als Vergleich unter anderem auf den längst standardisierten und mittlerweile sehr weit verbreiteten Audiocodec Opus.

In der Aomedia vertreten sind Softwareunternehmen wie Cisco, Google, Microsoft und Mozilla sowie die Hardwarehersteller AMD, ARM, Broadcom, Intel, Nvidia, Realtek und Verisilicon ebenso wie die großen Streaminganbieter Amazon, Netflix oder auch Hulu. Als letzter großer Unterstützer fehlte in dieser Liste noch Apple, das mit seinem Angebot aus Hardware, Betriebssystem, Browser und Streaminglösungen einen beachtlichen Marktanteil besitzt und bisher HEVC alias H.265 unterstützt hat.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 94,90€ + Versand mit Gutschein QVO20
  2. 399€ (Wert der Spiele rund 212€)
  3. 99,90€

1e3ste4 09. Jan 2018

Oder Apple könnte einfach Matroska unterstützen. Das WebM-Format hat sich Google ja nur...

Panzergerd 09. Jan 2018

Wenn ich auf verwaschenes Bild stehe, installiere ich mir irgendein Transcoding...


Folgen Sie uns
       


Proglove Scanhandschuh ausprobiert

Der Mark II von Proglove ist ein Barcode-Scanner, den sich Nutzer um die Hand schnallen können. Das Gerät ist klein und sehr leicht - wir haben es nach wenigen Minuten schon nicht mehr bemerkt.

Proglove Scanhandschuh ausprobiert Video aufrufen
Technologie: Warum Roboter in Japan so beliebt sind
Technologie
Warum Roboter in Japan so beliebt sind

Japaner produzieren nicht nur mehr Roboter als jede andere Nation, sie gehen auch selbstverständlicher mit ihnen um. Das liegt an der besonderen Geschichte und Religion des Inselstaats - und an Astro Boy.
Von Miroslav Stimac

  1. Heimautomatisierung Wäschefaltroboter-Hersteller Seven Dreamers ist insolvent
  2. Kreativität Roboterdame Ai-Da soll zeichnen und malen
  3. Automatisierung Roboterhotel entlässt Roboter

Anno 1800 im Test: Super aufgebaut
Anno 1800 im Test
Super aufgebaut

Ach, ist das schön: In Anno 1800 sind wir endlich wieder in einer heimelig-historischen Welt unterwegs - zumindest anfangs. Das neue Werk von Blue Byte fesselt dank des toll umgesetzten und unverwüstlichen Spielprinzips. Auch neue Elemente wie die Klassengesellschaft funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Ubisoft Blue Byte Anno 1800 erhält Koop-Modus und mehr Statistiken
  2. Ubisoft Blue Byte Preload der offenen Beta von Anno 1800 eröffnet
  3. Systemanforderungen Anno 1800 braucht schnelle CPU

Urheberrechtsreform: Was das Internet nicht vergessen sollte
Urheberrechtsreform
Was das Internet nicht vergessen sollte

Die Reform des europäischen Urheberrechts ist eine Niederlage für viele Netzaktivisten. Zwar sind die Folgen der Richtlinie derzeit kaum absehbar. Doch es sollten die richtigen Lehren aus der jahrelangen Debatte mit den Internetgegnern gezogen werden.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht VG Media will Milliarden von Google
  2. Urheberrecht Uploadfilter und Leistungsschutzrecht endgültig beschlossen
  3. Urheberrecht Merkel bekräftigt Zustimmung zu Uploadfiltern

    •  /