Anzeige Wenn Spiele sich selbst vermarkten

Nachdem in den letzten Jahren Activisions " Call of Duty "-Reihe im Herbst nahezu konkurrenzlos erschienen ist, gab es 2025 gleich zwei Shooter-Herausforderer. EA wollte mit Battlefield 6 der altehrwürdigen, zuletzt aber ins Straucheln geratenen Serie ein Comeback verpassen. Die Embark Studios brachten zudem das neue Arc Raiders an den Start.
Während in der Vergangenheit schon vielversprechende Titel wie Titanfall 2 neben Call of Duty und Battlefield untergingen, konnte sich der neue Extraction-Shooter tatsächlich erfolgreich behaupten. Bei den Steam-Spielerzahlen konnte der Titel sich sogar gegen Call of Duty durchsetzen und beweist eine bemerkenswerte Langlebigkeit. Zum Erfolg beigetragen hat dabei ein seltenes Phänomen.
Der Release ist nur der Anfang
In der Regel versuchen Spiele-Publisher mit Marketing-Maßnahmen wie Trailern, Playtests und Ähnlichem vor dem Release für möglichst große Aufmerksamkeit zu sorgen. Das Interesse ist daher normalerweise zum Release am größten und nimmt danach langsam ab. So ist es etwa bei Battlefield 6 (Release am 10. Oktober) und Call of Duty: Black Ops 7 (14. November) bei Google Trends zu beobachten:

Sieht man sich hingegen den Graphen rund um den Release von Arc Raiders (30. Oktober) an, fällt auf, dass das Spiel tatsächlich erst nach dem Release das maximale Interesse geweckt hat. Am Wochenende nach dem Launch ist das Interesse schon deutlich größer, eine Woche später wächst es sogar noch mal.
Einen Monat nach der Veröffentlichung ist das Suchvolumen größer als am Erscheinungstag:

Das Spiel selbst ist das beste Marketing
Solche Entwicklungen sind vergleichsweise selten, dennoch lässt sich ein Muster erkennen. Ähnlich verhielt es sich etwa Anfang 2024, als Helldivers 2 für den PC und die Playstation 5 erschien. Dort war das Interesse zum Release am 8. Februar ziemlich überschaubar und explodierte in den Wochen danach förmlich:

Was ARC Raiders und Helldivers 2 eint, ist, dass es Spiele sind, in denen die Interaktion zwischen den Spielern eine wichtige Rolle spielt und über das reine gegenseitige Abschießen hinausgeht. Beide Spiele produzieren ganz natürlich einzigartige, erinnerungswürdige Momente, die auch leicht geteilt werden können.
Diese Clips und "Geschichten von Freunden" scheinen ein viel besseres Marketing darzustellen als etliche Trailer und Werbe-Kampagnen. Andere Spieler sehen direkt, was geboten wird und wie viel Spaß andere damit haben – und wollen dann offenbar selbst Teil des Phänomens sein, was sich wiederum an den Spielerzahlen ablesen lässt. Die folgen bei ARC Raiders(öffnet im neuen Fenster) und Helldivers 2(öffnet im neuen Fenster) nämlich demselben Muster wie das Interesse bei Google.
Planen lässt sich so ein Erfolg natürlich kaum, weshalb er auch nur selten reproduziert wird. Wenn es so einfach wäre, würden sich vermutlich mehr Publisher mit Freuden ihre Marketing-Budgets sparen.
Dieser Inhalt ist Teil einer bezahlten Partnerschaft mit Google zur Förderung von Google Trends.