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Anzeige Warum wir 2026 aufhören, mit der KI zu reden

Lange war der Chatbot die häufigste KI-Anwendung. Nun wenden sich Nutzer aber etwas anderem zu: Das Interesse an KI-Agenten wächst stark.
/ Jonas Herrmann
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KI-Agenten sind der nächste große Schritt der Technologie. (Bild: flutie8211/Pixabay)
KI-Agenten sind der nächste große Schritt der Technologie. Bild: flutie8211/Pixabay

Spätestens seit dem Release von ChatGPT im November 2022 ist KI eines der wichtigsten Themen überhaupt. Seither transformiert die Technologie, wie viele Menschen arbeiten, lernen und miteinander interagieren. Gerade am Anfang ging es dabei oft um passende Prompts und Tricks, die online ausgetauscht wurden.

Bisher ist KI für die allermeisten Nutzer vor allem ein Chatfenster, in dem jegliche Gedanken und Ideen einen stets bereiten Zuhörer finden. Möglicherweise ändert sich das in den kommenden Monaten und Jahren. Die nächste Ära der künstlichen Intelligenz hat nämlich schon begonnen.

Vom Chatbot zum Mitarbeiter

Der nächste große Schritt in der KI-Entwicklung, da sind sich OpenAI, Google und Co. einig, ist die weitreichende Integration von KI-Agenten. Die Technologie soll also nicht mehr nur noch antworten und denken, sondern auch selbstständig handeln können.

Google hat beispielsweise kürzlich Workspace Studio(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Auf der Plattform können Nutzer schon jetzt eigene Agenten erstellen, die regelmäßig anfallende Aufgaben erledigen sollen. War für solche Automatisierungsschritte bisher die IT-Abteilung verantwortlich, kann sich nun jeder selbst seinen Arbeitsalltag auf diese Weise vereinfachen.

In Zukunft sollen solche Agenten etwa auch eigenständig Dienstreisen planen und buchen. Das Potenzial scheint riesig und das Interesse an diesem nächsten Schritt ist zuletzt stark gewachsen. 2024 war der Begriff AI Agent beispielsweise quasi gar kein Thema. Ab dem Sommer 2025 ist das Interesse laut Google Trends dann geradezu explodiert:

Verdrängen KI-Agenten die Chatbots?

Mittlerweile dürften sich viele Nutzer daran gewöhnt haben, mit ChatGPT, Gemini oder Claude jederzeit einen eigenen Assistenten zur Verfügung zu haben, der einem hilft, Mails zu verfassen, Ideen zu ordnen oder große Datenmengen zu durchsuchen. Im privaten Umfeld dürfte sich daran so schnell nichts ändern.

In der Arbeitswelt sieht das aber möglicherweise ganz anders aus. Während Prompt Engineering etwa 2023 und 2024 einer der heißesten Skills im KI-Umfeld war, ist mittlerweile zu erkennen, dass KI-Agenten dem den Rang abgelaufen haben. Wer einen sattelfesten Agenten bauen kann, muss nicht immer wieder nach den richtigen Prompts suchen, so wohl die Logik.

Aktuell gibt es noch ein paar Stolperfallen. Unbeaufsichtigte KI-Agenten mit weitreichendem Zugriff sind ein ziemliches Sicherheitsrisiko. Zudem zeichnen sich Agenten durch einen hohen Tokenverbrauch und entsprechende Kosten aus. Dennoch dürfte in Zukunft die erfolgreichste KI die sein, die wir gar nicht mehr sehen, aber im Hintergrund Tickets abarbeitet oder Code Reviews durchführt.

Jensen Huang, der CEO von Nvidia, hat mal gesagt, dass niemand seinen Job an KI verlieren wird, wohl aber an jemanden, der KI nutzt. Im Zeitalter der Agenten könnte sich diese Prognose als falsch herausstellen.

Dieser Inhalt ist Teil einer bezahlten Partnerschaft mit Google zur Förderung von Google Trends.


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