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Anzeige Das KI-Rennen in China ein Jahr nach Deepseek

Anfang 2025 schockte Deepseek den KI-Markt und brachte China auf die große Bühne. Ein Jahr später hat sich das Bild verändert.
/ Jonas Herrmann
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Deepseek ist nicht das einzige KI-Modell aus China. (Bild: Pixabay.com)
Deepseek ist nicht das einzige KI-Modell aus China. Bild: Pixabay.com

Als Deepseek R1 im Januar 2025 auf den Markt kam, sorgte das KI-Modell auf Anhieb für Schlagzeilen. Das Modell aus China konnte in vielen Benchmarks mit den großen Konkurrenten aus den USA mithalten und sie teilweise sogar hinter sich lassen, sollte aber deutlich weniger Entwicklungskosten verschlungen haben als ChatGPT und Co.

Schnell war davon die Rede, dass China nun auf der KI-Bühne angekommen sei und nun dauerhaft im Rampenlicht stehen würde. Es kam aber anders. Deepseek konnte nicht im selben Tempo Verbesserungen liefern wie die Konkurrenz, zudem wurden die Schlagzeilen rund um das Modell schnell von Diskussionen rund um den Datenschutz und Zensur durch den chinesischen Staat dominiert.

Ein knappes Jahr später ist von dem Hype nicht viel übrig geblieben. In westlichen Ländern dreht sich die öffentliche KI-Diskussion wieder vor allem um ChatGPT, Gemini und Claude. Das bedeutet aber nicht, dass China aus dem KI-Rennen ausgestiegen ist.

Lost in Translation

Gerade wenn es um chinesische Tech-Unternehmen geht, ist der Unterschied zwischen der Nutzung und der Aufmerksamkeit auf dem heimischen Markt und westlichen Märkten oft besonders ausgeprägt. Viele Produkte werden gar nicht erst übersetzt und exportiert, zudem gibt es oft bestimmte Auflagen und Einschränkungen, die den Export unattraktiver gestalten.

Ein Blick auf die Daten von Google Trends zeigt etwa, wie das Interesse an Deepseek in Deutschland Ende Januar 2025 regelrecht explodierte. Kurzzeitig wurde dabei sogar das Suchvolumen von ChatGPT überboten. Schon Mitte Februar war das Interesse dann schon wieder größtenteils erloschen:

Folgt man der öffentlichen Berichterstattung, kann man also den Eindruck gewinnen, Deepseek sei kurz hoch geflogen und dann wieder abgestürzt. In China ist das Modell aber nach wie vor sehr beliebt und verbreitet. Millionen von regelmäßigen Nutzern sprechen eine klare Sprache. Und damit ist Deepseek nicht alleine.

Die fast unbekannten Giganten

Neben Deepseek gibt es natürlich auch noch andere KI-Modelle aus China, die teilweise sogar deutlich größer sind. Mit geschätzt mehr als 150 Millionen regelmäßigen Nutzern ist Doubao vom Tiktok-Eigentümer Bytedance etwa der chinesische Marktführer. Außerhalb von China ist das Modell aber nur in Expertenkreisen bekannt. Das gilt auch für die ausländische Version von Doubao, Dola.

Für etwas mehr Aufmerksamkeit haben hingegen Qwen von Alibaba und Kimi von Moonshot AI gesorgt. Letzteres befindet sich vor allem seit Anfang 2026 und dem Release von Kimi K2.5 auf der Überholspur. An das Deepseek-Interesse von Anfang 2025 kommt aber keiner der Bewerber auch nur ansatzweise heran:

Dennoch ist die Entwicklung der seither vergangenen knapp 14 Monate interessant. Weltweit und in Deutschland ist das Interesse an Deepseek stark abgeflacht. Bei den anderen Modellen gibt es aber starke Unterschiede. Qwen und Kimi haben überall deutlich zugenommen. Auffällig ist aber, dass in Deutschland Doubao und Dola eine deutlich kleinere Rolle spielen als im weltweiten Vergleich:

Chinesische KI-Modelle spielen aber definitiv auch weiterhin eine große Rolle. Außerhalb von China bekommt man es in vielen Fällen nur weniger mit. Der Deepseek-Launch war ein Ausreißer, der auch auf Sorgen aufbaute. Die Konkurrenz durch chinesische Modelle ist aber seither nicht kleiner geworden, sondern deutlich größer.

Dieser Inhalt ist Teil einer bezahlten Partnerschaft mit Google zur Förderung von Google Trends.


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