AntVR: Stirnband soll Motion Sickness in VR verhindern

Der Betreff der E-Mail verspricht eine Menge: " Problem der Motion-Sickness bei VR gelöst! ", schrieb AntVR am vergangenen Freitag und präsentierte das, was der chinesische Entwickler von AR-Brillen und VR-Headsets als Haptic Feedback Strap(öffnet im neuen Fenster) bezeichnet. Gleich im zweiten Satz relativierte AntVR aber: Dort ist von " vielleicht " die Rede. Die Idee eines haptischen Stirnbands mit mehreren Vibrationsmotoren soll dennoch sehr gut funktionieren.
AntVR testete das Stirnband laut eigener Aussage mit rund 100 Probanden, die in eine virtuelle Achterbahn gesetzt wurden. Auf die meisten davon hätte der Haptic Feedback Strap positive Auswirkungen gehabt, nur eine Testperson habe nach weniger als 20 Minuten aufgegeben - und ohne wäre nur eine in der Lage gewesen, zwei Fahrten durchzustehen. Das haptische Kopfband erhält die 6DoF-Daten der Anwendungen und vibriert entsprechend. Details zum Algorithmus, und ob oder wie beispielsweise der Gleichgewichtssinn des Innenohrs beeinflusst werde, teilte AntVR nicht mit.
Allerdings will der Hersteller den Haptic Feedback Strap zu einem offenen Projekt machen, damit ihn andere Marktteilnehmer adaptieren können. So sollen sich mehr Käufer für VR-Headsets finden, wovon auch AntVR profitierte. Das Stirnband ist zu diversen Head-mounted Displays kompatibel, etwa dem HTC Vive, dem Oculus Go und dem Oculus Rift. Ob, wann und wie stark bei einem Nutzer überhaupt Schwindel oder gar Übelkeit in der Virtual Reality auftreten, hängt von der Person, dem Headset, dessen Tracking und der Anwendung ab. Room-Scale-Erfahrungen mit Positionserfassung verhindern dies zumeist schon recht gut.