Antriebswende: Stellantis-Chef will niedrigere Mehrwertsteuer für E-Autos
Auf dem F.A.Z.-Kongress 'Zwischen den Zeilen'(öffnet im neuen Fenster) hat Stellantis-Europachef Uwe Hochgeschurtz den hohen Preisunterschied zwischen Verbrennern und Elektroautos hervorgehoben. Dieser betrage derzeit rund 10.000 Euro. Staatliche Fördergelder würden diesen nicht ausgleichen, zumal die Förderung 2023 sinkt.
Nach Meinung von Hochgeschurtz basiere der hiesige Wohlstand "darauf, dass alle in der Gesellschaft ein Recht haben auf individuelle Mobilität.". Zu teure Neuwagen seien hier hinderlich, so der Tenor seiner Aussagen.
Hochgeschurtz empfiehlt neben anderen Fördermitteln eine Senkung der Mehrwertsteuer für Elektroautos. "Ein Elektroauto hilft uns, unsere Umwelt sauber zu halten, und ein Nicht-Elektroauto macht unsere Umwelt schmutziger. Ich glaube, da kann man nicht die gleichen Steuersätze nehmen", sagte er.
Stellantis-Chef Carlos Tavares hatte die sozialpolitischen Folgen des Antriebswechsels ebenfalls angemahnt. Zudem äußerte sich Hochgeschurtz zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Werke. Die Fabriken müssten Qualität liefern und wettbewerbsfähig sein.
Der Autor meint dazu:
Die vorgebrachte Idee, Elektroautos weiterhin stark zu fördern, weil sie so teuer seien und die individuelle Mobilität sonst auf der Strecke bliebe, ist alles andere als marktwirtschaftlich sinnvoll. Dauerhafte Subventionierungen sorgen dafür, dass Innovationen verzögert werden, um die Fahrzeuge preiswerter zu machen. Zudem dürfte eine Maßnahme wie die Absenkung der Mehrwertsteuer auf E-Autos kaum den gewünschten Effekt erzielen, da in Zeiten klammer Haushaltskassen Gebrauchtfahrzeuge das Mittel der Wahl sind, um die Mobilität zu erhalten.
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