Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Antragsstopp: Fördermittel für Spielebranche sind aufgebraucht

Das Wirtschaftsministerium wird keine neuen Anträge von Spieleentwicklern mehr annehmen. Für den Branchenverband Game ein "fatales Signal".
/ Daniel Ziegener
2 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die Förderstrategie stammt noch von der Vorgängerregierung. (Bild: BMWK)
Die Förderstrategie stammt noch von der Vorgängerregierung. Bild: BMWK

Das Bundeswirtschaftsministerium wird für das laufende und kommende Jahr keine neuen Förderanträge von Spieleentwicklern annehmen. Grund sei, dass die Fördermittel bereits erschöpft seien. "Zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang das Programm im Laufe des Jahres 2023 wieder geöffnet werden kann, ist im Moment noch nicht bestimmbar" , so das zuständige BMWK auf seiner Webseite(öffnet im neuen Fenster) .

Das Ministerium betont, dass es sich um einen zeitweiligen Antragsstopp und nicht um einen Stopp der Förderung an sich handelt. "Bewilligte Fördermittel werden selbstverständlich regulär ausgezahlt, bereits eingereichte Anträge werden unter dem Vorbehalt der Mittelverfügbarkeit weiterbearbeitet" , heißt es. Im Juni 2022 hatte das BMWK mit 5,6 Millionen Euro unter anderem Projekte von Cipsoft, Daedalic und Studio Fizbin unterstützt .

"Der Förderstopp ist eine Vollbremsung in der gerade so gut gestarteten Aufholjagd als Games-Standort" , sagte Geschäftsführer Felix Falk. Das sende ein "fatales Signal an Games-Unternehmen, die auf Grundlage der politischen Aussagen und des Koalitionsvertrags mit Investitionen in neue Projekte und Studios geplant haben, und riskiert sogar Existenzen heimischer Spielestudios" und forderte die Politik zum Handeln auf. Ohne eine Förderung könne Deutschland sich nicht als attraktiver Standort für die Spieleentwicklung etablieren.

Laut Branchenverband Game sei die Anzahl der Spiele-Unternehmen in Deutschland in den zwei Jahren seit Start der bundesweiten Förderung um 26 Prozent gestiegen. Deutsche Produktionen machen auf dem heimischen Markt allerdings nur einen geringen Anteil der Umsätze(öffnet im neuen Fenster) aus.


Relevante Themen