• IT-Karriere:
  • Services:

Antivirussoftware: Mozilla bringt Firefox-Import von Windows-Root-Zertifikaten

Nach erfolgreichen Tests sollen kommende Firefox-Versionen bei Man-in-The-Middle-Fehlern die Windows-Root-Zertifikate nutzen, um mögliche Probleme mit Antivirussoftware auszuschließen. Die Technik wird in der ESR-Variante automatisch aktiviert und Nutzer über entsprechende Webseiten informiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Mozilla hat eine einfache Lösung für die Firefox-Probleme mit Antivirussoftware gefunden.
Mozilla hat eine einfache Lösung für die Firefox-Probleme mit Antivirussoftware gefunden. (Bild: Capri23auto/Pixabay-Lizenz)

Browserhersteller Mozilla hat in seinem Security-Blog eine Lösung für die Probleme mit Antivirenprogrammen vorgestellt. Wie bereits seit einigen Monaten getestet, soll Firefox bei Man-in-The-Middle-Fehlern künftig zunächst die Windows-Root-Zertifikate importieren und dann einen erneuten Verbindungsaufbau probieren. Umgesetzt werden soll das mit Firefox-Version 68, die kommende Woche erscheinen soll.

Stellenmarkt
  1. OEDIV KG, Bielefeld
  2. akquinet AG, Hamburg

Die Probleme mit den Antivirenprogrammen gingen so weit, dass Mozilla Anfang dieses Jahres die Verteilung des Updates auf Firefox 65 zwischenzeitlich stoppen musste. Zum Untersuchen von HTTPS-Verbindungen nutzen einige Antivirenprogramme eigene Zertifikate, die Mozilla von Haus aus eigentlich nicht akzeptiert.

Die Programme führen damit Man-in-the-Middle-Angriffe durch und analysieren so den Netzwerkverkehr, bevor dieser den Browser erreicht. Bei Nutzern führte der Aufruf von Webseiten über eine HTTPS-Verbindung dann aber zu der Fehlermeldung "SEC_ERROR_UNKNOWN_ISSUER" und die Verbindung wurde von dem Browser als nicht sicher markiert.

Zertifikate vom Betriebssystem

Damit die Verbindung unter solchen Umständen doch noch aufgebaut werden kann, haben die Firefox-Macher einen Mechanismus entwickelt, um derartige Man-in-the-Middle-Angriffe zu erkennen. Wie erwähnt, sollen dann die Root-Zertifikate des Betriebssystems importiert werden, die Nutzer, Admins oder Programme auf dem eigenen Rechner zum Root-Store hinzugefügt haben.

Sollte dies erfolgreich sein, bleibt die Nutzung dieser Zertifikate dauerhaft aktiviert. Nutzer können das Verhalten über die Option security.enterprise_roots.enabled in about:config regeln. Das steht standardmäßig unter Windows und MacOS bereit. Darüber hinaus soll diese Option im Extended-Support-Release (ESR) von Firefox 68 standardmäßig aktiviert werden.

Nutzer sollen künftig mit Hilfe eines kleinen Symbols darüber informiert werden, dass eine Webseite ein importiertes Root-Zertifikat verwendet. Dies erreichen Nutzer durch einen Klick auf das Schloss-Symbol für die verschlüsselte Verbindung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. WD Black P10 5TB für 98,56€, Snakebyte Gaming Seat Evo für 139,94€, Thrustmaster TX...
  2. 299,90€
  3. täglich Hardware zu gewinnen
  4. (u. a. Cooler Master MasterCase H100 PC-Gehäuse für 44,72€, Taotronics Over-Ear-Kopfhörer für...

Tantalus 03. Jul 2019

Das stimmt so nicht, denn diese MITM-Angriffe finden i.d.R. auf separaten Antiviren...

tg-- 03. Jul 2019

Wenn ein Angreifer bereits die nötigen Administratorrechte hat um eigene Zertifikate in...

tg-- 03. Jul 2019

Das ist Mozilla auch bewusst, aber die Nutzer bzw. deren Arbeitgeber installieren eben...


Folgen Sie uns
       


Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit

Im Testvideo stellt Golem.de das Remake des epischen Fantasy-Rollenspiels Demon's Souls für die Playstation 5 vor.

Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit Video aufrufen
Covid-19: So funktioniert die Corona-Vorhersage am FZ Jülich
Covid-19
So funktioniert die Corona-Vorhersage am FZ Jülich

Das Forschungszentrum Jülich hat ein Vorhersagetool für Corona-Neuinfektionen programmiert. Projektleiter Gordon Pipa hat uns erklärt, wie es funktioniert.
Ein Bericht von Boris Mayer

  1. Top 500 Deutscher Supercomputer unter den ersten zehn
  2. Hochleistungsrechner Berlin und sieben weitere Städte bekommen Millionenförderung
  3. Cineca Leonardo Nvidias A100 befeuert 10-Exaflops-AI-Supercomputer

iPhone 12 Mini im Test: Leistungsstark, hochwertig, winzig
iPhone 12 Mini im Test
Leistungsstark, hochwertig, winzig

Mit dem iPhone 12 Mini komplettiert Apple seine Auswahl an aktuellen iPhones für alle Geschmäcker: Auf 5,4 Zoll sind hochwertige technischen Finessen vereint, ein besseres kleines Smartphone gibt es nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Bauteile des iPhone 12 kosten 313 Euro
  2. Touchscreen und Hörgeräte iOS 14.2.1 beseitigt iPhone-12-Fehler
  3. iPhone Magsafe ist nicht gleich Magsafe

Librem Mini v2 im Test: Der kleine Graue mit dem freien Bios
Librem Mini v2 im Test
Der kleine Graue mit dem freien Bios

Der neue Librem Mini eignet sich nicht nur perfekt für Linux, sondern hat als einer von ganz wenigen Rechnern die freie Firmware Coreboot und einen abgesicherten Bootprozess.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Purism Neuer Librem Mini mit Comet Lake
  2. Librem 14 Purism-Laptops bekommen 6 Kerne und 14-Zoll-Display
  3. Librem Mini Purism bringt NUC-artigen Mini-PC

    •  /