Antivirus: Microsoft bringt Extra-Patch für kritische Lücke in Defender

Erneut trifft es Windows Defender: Ein Speicherfehler kann Angreifer in die Lage versetzen, den Virenscanner zum Ausführen von Code zu nutzen. Microsoft hält aktive Exploits allerdings für unwahrscheinlich, Patches werden verteilt.

Artikel veröffentlicht am ,
Windows Defender muss gepatcht werden.
Windows Defender muss gepatcht werden. (Bild: Montage: Golem.de)

Microsoft hat eine kritische Schwachstelle in der hauseigenen Antivirensoftware Windows Defender gepatcht. Angreifer sollen in der Lage gewesen sein, mit Hilfe einer speziell präparierten Datei beliebigen Code auszuführen. Patches werden automatisch verteilt.

Ein Angreifer muss den Virenscanner dazu bringen, eine bestimmte Datei zu scannen, die dann den Exploit triggert. Das könnte eine auf einer Webseite mitgelieferte Datei sein oder ein E-Mail-Anhang - dieser müsste dann in der Regel aber vom Benutzer geöffnet werden. Nach Angaben von Microsoft würden Dateien zudem automatisch gescannt, wenn der Echtzeitschutz der Software aktiviert wird.

Angreifer können Code ausführen

Angreifer können Code "im Sicherheitskontext des LocalSystem-Accounts" ausführen. Dieser erste Angriff könnte dann genutzt werden, um Persistenz auf einem System zu erlangen und Malware nachzuladen. Nach Angaben von Microsoft sind derzeit keine aktiven Angriffe bekannt, die Ausnutzbarkeit der Sicherheitslücke bewertet das Unternehmen als gering.

Bei dem durch den Exploit getriggtern Fehler soll es sich um ein fehlerhaftes Speichermanagement handeln. Weitere Details sind derzeit nicht bekannt. Betroffen sind Windows Defender, Microsoft Endpoint Protection, Microsoft Exchange Server, Microsoft Forefront Endpoint Protection und Microsoft Security Essentials. Die Sicherheitslücke ist mit der Nummer CVE-2017-11937 bezeichnet. Updates werden von Microsoft automatisch verteilt, können aber auch manuell angestoßen werden. Nutzer sollten darauf achten, nur noch die Version 1.1.14405.2 zu verwenden.

Im Mai dieses Jahres hatte Googles Project Zero bereits mehrere kritische Schwachstellen in der Software gefunden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Star Wars
Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps

Eine bessere Story bekommt der legendär schlechte Film dadurch leider nicht. Bis heute lieben ihn einige Fans aber vor allem wegen seiner Absurdität.

Star Wars: Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps
Artikel
  1. Lohn und Gehalt: OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr
    Lohn und Gehalt
    OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr

    Die Firma hinter Chat-GPT zahlt im Vergleich zu Unternehmen wie Nvidia besonders gut. Erfahrene Forscher und Entwickler auf dem Gebiet sind Mangelware.

  2. Software-Probleme: Elektrischer Chevy Blazer mit Verkaufsstopp belegt
    Software-Probleme
    Elektrischer Chevy Blazer mit Verkaufsstopp belegt

    Chevrolet hat einen Verkaufsstopp für sein neues Elektro-SUV Blazer verhängt, weil die Besitzer zahlreiche Softwareprobleme gemeldet haben.

  3. USA: Vertikale Agri-Photovoltaik lässt weiterhin Feldnutzung zu
    USA
    Vertikale Agri-Photovoltaik lässt weiterhin Feldnutzung zu

    Das US-Solarunternehmen iSun und der deutschen Agrivoltaik-Firma Next2Sun bauen in den USA eine Solaranlage mit vertikal aufgestellten Solarmodulen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Crucial P5 Plus 2 TB mit Kühlkörper 114,99€ • Crucial Pro 32 GB DDR5-5600 79,99€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • Anthem PC 0,99€ • Wochenendknaller bei MediaMarkt • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /