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Antivirus: Israel hackt Kaspersky und findet Russland

Erkenntnisse israelischer Geheimdienstkreise sollen hinter der Kaspersky-Blockade in den USA stecken. Die Geheimdienste des Landes sollen russische Dienste in den Servern von Kaspersky gefunden haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Kaspersky bestreitet, mit der russischen Regierung zu kooperieren.
Kaspersky bestreitet, mit der russischen Regierung zu kooperieren. (Bild: Kaspersky / Screenshot)

Mitglieder israelischer Geheimdienste haben Medienberichten zufolge Hinweise darauf gefunden, dass russische Geheimdienste das Sicherheitsunternehmen Kaspersky gehackt und dort Hinweise auf bislang vertrauliche digitale Angriffswerkzeuge des US-Geheimdienstes NSA gefunden haben.

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Die Warnungen der israelischen Geheimdienstmitarbeiter sollen auch den Ausschlag gegeben haben, den Einsatz von Kaspersky in US-Bundesbehörden zu verbieten. Das Wallstreet Journal hatte in der vergangenen Woche auch berichtet, dass ein Mitarbeiter eines NSA-Vertragspartners bislang geheime Dateien auf einen privaten Rechner aufgespielt hatte.

Bei den Dateien soll es sich auch um Malware und andere Angriffswerkzeuge gehandelt haben, die dann von Kasperskys Virenscanner erkannt wurden. Die entsprechenden Dateien sollen dann in den Clouddienst des Angreifers hochgeladen worden sein. Kaspersky teilte zu der aktuellen Veröffentlichung mit: "Kaspersky Lab war in die in Frage stehende Situation weder involviert noch hatte das Unternehmen Kenntnis davon."

Man werde alle bekannten Schwachstellen umgehend patchen, wenn sie dem Unternehmen mitgeteilt würden. Außerdem wolle man gerne mit den US-Behörden zusammenarbeiten, um Bedenken auszuräumen, und bitte darum, verifizierbare Daten über Schwachstellen und Angriffe mit dem Unternehmen zu teilen.

NSA-Angriffswerkzeuge bei der russischen Regierung

Die von der NSA entwickelten Angriffswerkzeuge sollen sich jetzt im Besitz der russischen Regierung befinden. Unklar ist, wie der Geheimdienst an die Werkzeuge gekommen ist. Kaspersky selbst bestreitet, unangemessene Verbindungen zu den Geheimdiensten von Russland oder anderen Staaten zu pflegen. Möglicherweise könnte der russische Geheimdienst sich auf andere Weise Zugriff verschafft haben. Firmengründer Eugene Kaspersky sagte, man werde sich nicht entschuldigen, weil man "aggressiv" gegen Malware vorgehe.

Kaspersky erkennt seit mehreren Jahren Angriffswerkzeuge der sogenannten Equation-Group, eine APT-Gruppe, die der NSA zugeschrieben wird. Der Nationale Sicherheitsrat der USA hatte nach Angaben von Reuters im vergangenen Monat eine Studie angefertigt und mit Nato-Partnern geteilt, in der die These vertreten wird, dass der russische Geheimdienst FSB "wahrscheinlichen Zugriff" auf Kundendatenbanken und den Quellcode von Kaspersky habe. Diese Informationen allein würden allerdings nicht ausreichen, um alle von Kaspersky gefundenen Malware-Samples einzusehen.

Die New York Times hatte unter Verweis auf anonyme Quellen aus US-Regierungskreisen geschrieben, dass noch unklar sei: "Welche anderen US-Geheimnisse russische Hacker entdeckt haben könnten, indem sie Kaspersky-Software in einer Art Google-Suche für vertrauliche Informationen verwandelt haben."

Auf der Sicherheitskonferenz Virus Bulletin in Madrid hatte Kaspersky in der vergangenen Woche ein Papier vorgestellt, dass die Vorgehensweise beschreibt - wenn Geheimdienstakteure andere Geheimdienste hacken, um etwas über deren Operationen zu erfahren - oder sogar die Werkzeuge der Gegner verwenden, um falsche Fährten zu legen und die Attribution von Angriffen zu erschweren.



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andy01q 13. Okt 2017

Der zweite Teil vom Zitat klang wie ein Relativierung. garnicht, dafür gibt es keine...

TheUnichi 12. Okt 2017

Oh oh, Aluhüte auf, jetzt aber schnell hier!

mrombado 12. Okt 2017

Bleibt die Frage ob es nur von Kaspersky Software erkannt wird und tatsächlich darauf...

minnime 12. Okt 2017

Zumindest der erste Teil bis zum Bild / Werbung ist unverständlich. Also, Israel hackt...

matzems 11. Okt 2017

Das heisst als Privat Person NSA-Windows gekoppelt mit KGB/FSB Kaspersky dann behindern...


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