Antivirus: Broadcom kauft Symantec-Sparte für 10,7 Milliarden US-Dollar

Eine Komplettübernahme des Antivirenherstellers Symantec durch Broadcom kommt nicht zustande. Doch der Chiphersteller ist auch mit der Enterprise-Sparte zufrieden. Broadcom hat den Kauf bestätigt.

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Broadcom in Irvine, Kalifornien
Broadcom in Irvine, Kalifornien (Bild: Mike Blake/Reuters)

Broadcom steht kurz vor der Unterzeichnung eines Kaufvertrags für die Symantec Enterprise-Sparte, nachdem der versuchte Kauf des gesamten Unternehmens gescheitert war. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise. Ein Abschluss könnte bereits an diesem Donnerstag bekanntgegeben werden, wenn Symantec seine Quartalsergebnisse meldet. Die Gespräche könnten aber immer noch ergebnislos beendet oder der Zeitrahmen verlängert werden.

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Ein Vertrag könnte den Symantec-Geschäftsbereich mit rund 10 Milliarden US-Dollar bewerten, teilte eine der Personen mit. Über den möglichen Kauf des Antivirusherstellers Symantec durch Broadcom war bereits am 3. Juli 2019 berichtet worden.

Bevor die Gespräche im vergangenen Monat beendet wurden, war Broadcom bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen gewesen, um Symantec vollständig zu kaufen. Seitdem haben beide Seiten die Gespräche wieder aufgenommen und Broadcom konzentriert sich auf das Symantec-Geschäft, das Unternehmen bedient und rund die Hälfte des jährlichen Umsatzes von 5 Milliarden US-Dollar ausmacht. Der Rest entfällt auf das Verbrauchersegment.

Der gesamte Marktwert von Symantec beträgt ungefähr 12,6 Milliarden US-Dollar - es hat eine Nettoverschuldung von mehr als 2 Milliarden US-Dollar - verglichen mit ungefähr 107,6 Milliarden US-Dollar für Broadcom.

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Mit dem plötzlichen Abgang von Greg Clark im Mai verlor Symantec bereits den fünften Vorstandsvorsitzenden in sieben Jahren. Auch der Chief Financial Officer, Chief Operations Officer und Chief Marketing Officer sind kürzlich ausgeschieden. Gleichzeitig senkte das Unternehmen seine Prognose für das im März endende laufende Geschäftsjahr und prognostizierte ein Umsatzwachstum von nur 1 bis 3 Prozent. Besonders bei Unternehmenskunden hat Symantec Wachstumsschwierigkeiten.

Es ist ein Jahr vergangen, seit Broadcom überraschend CA Technologies gekauft hat. Broadcom zahlte 20 Prozent Aufpreis auf den Börsenkurs von CA, was 18,9 Milliarden US-Dollar entsprach.

CA wird voraussichtlich rund 3,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr zum Umsatz beitragen, und Symantecs Unternehmenseinheit hat im vergangegenen Geschäftsjahr, das im März endete, mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar eingebracht.

Nachtrag vom 9. August 2019, 8:22 Uhr

Broadcom hat den Kauf für 10,7 Milliarden US-Dollar bestätigt.

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