Antivirus: Avast kauft AVG für 1,3 Milliarden US-Dollar

Der Antivirenhersteller Avast übernimmt die Sicherheitsfirma AVG für 1,3 Milliarden US-Dollar, wie AVG bekanntgegeben hat(öffnet im neuen Fenster) . Damit konsolidiert sich der Security-Markt weiter. Vor wenigen Wochen hatte der Antivirenhersteller Symantec die Übernahme des Web-Security-Anbieters Bluecoat angekündigt .
Avast und AVG wollen gemeinsam Virenschutz auf mehr als 400 Millionen "Endpunkten" ausliefern, darunter sollen 160 Millionen mobile Geräte sein. Alle Endpunkte agieren nach Angaben von Avast als "Sensoren", die Informationen über Malware bereitstellen und helfen sollen, Gefahren frühzeitig zu erkennen. Offenbar werden also Informationen von den Geräten der Nutzer übertragen.
"Industrie ändert sich rasant"
"Unsere Industrie ändert sich rasant, und diese Übernahme wird uns Breite und technologische Tiefe geben, um zum Sicherheitsanbieter der Wahl für derzeitige und zukünftige Kunden zu werden" , sagte Vince Steckler, der CEO von Avast. Beide Unternehmen wurden in der Tschechischen Republik gegründet, das gemeinsame Unternehmen soll seinen Sitz in der Hauptstadt Prag haben.
Die Übernahme wird sowohl mit Barmitteln als auch mit neuen Schulden finanziert. Der Preis für eine AVG-Aktie wurde mit 25 US-Dollar festgelegt. Damit liegt der Preis pro Aktie rund 30 Prozent höher als der Schlusskurs vom 6. Juli 2016.
Der Nutzen von Antivirensoftware wird immer wieder bestritten. Zuletzt hatten Forscher des Fraunhofer SIT Sicherheitslücken in zahlreichen Antiviren-Applikationen für Smartphones gefunden. Die meisten Virenscanner luden dabei Updates der Signaturlisten unverschlüsselt herunter. Der Virenscanner von Kaspersky lud sogar mit Malware infizierte Werbung herunter.



