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Sind Antivirenprogramme so nutzlos wie Schlangenöl? Die Schutzprogramme sind selbst voller Sicherheitslücken und äußerst umstritten.
Sind Antivirenprogramme so nutzlos wie Schlangenöl? Die Schutzprogramme sind selbst voller Sicherheitslücken und äußerst umstritten. (Bild: Jeremy Weate/Wikimedia Commons/CC-BY 2.0)

Regelmäßige Updates sind die wichtigste Verteidigung

Die Möglichkeiten, wie Malware auf ein System kommt, sind begrenzt: Entweder die Schadsoftware gelangt über eine Sicherheitslücke in bereits installierter Software auf das System, oder sie wird vom Nutzer selbst unbewusst installiert. Ein Sonderfall ist auf Systemen bereits vorinstallierte Malware, was leider auch immer wieder vorkommt. Die Grenzen zwischen Schadsoftware, Adware und sogenannten "unerwünschten" Applikationen sind dabei oft fließend.

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Angriffe mit Zero-Days sind selten

Der beste Schutz gegen Sicherheitslücken sind regelmäßige Updates. Am wichtigsten ist dabei der Webbrowser, aber auch für alle andere Software gilt: immer die aktuelle Version nutzen! Nahezu in allen Fällen, in denen sich Malware über verseuchte Werbebanner im Netz oder auf gehackten Seiten verbreitet, werden bekannte Sicherheitslücken im Browser oder in Plugins ausgenutzt. Es ist extrem selten, dass Malware über sogenannte Zero-Day-Lücken installiert wird, also über Lücken, für die noch kein Fix bereitsteht.

Ein Dilemma bei Updates ist natürlich, dass es häufig bei Android-Smartphones - und noch häufiger bei IoT-Geräten - keine Sicherheitsaktualisierungen gibt. Das ist eine sehr bedenkliche Entwicklung, für die bislang noch niemand eine gute Lösung präsentiert hat.

Um die Ausnutzung bisher unbekannter Sicherheitslücken zu erschweren, gibt es diverse Exploit-Mitigation-Mechanismen. Dazu gehören neben Sandboxing-Mechanismen die Speicherrandomisierung ASLR, Stack Cookies und nicht ausführbare Speicherbereiche. Nicht alle Applikationen nutzen diese Mechanismen, doch zumindest moderne Webbrowser stehen hier relativ gut da. Zusätzliche Mechanismen werden zurzeit unter dem Stichwort "Control-Flow Integrity" diskutiert, sind aber bislang noch selten im Einsatz.

Doch die Ausnutzung von Sicherheitslücken ist in vielen Fällen überhaupt nicht das größte Problem. Ransomware wird zurzeit sehr häufig über E-Mails verbreitet. Viele Nutzer installieren sich ihre Schadsoftware also schlicht selbst, indem sie auf Mailanhänge klicken.

 Niemand löst das HalteproblemApplication Whitelisting als Alternative 

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Potrimpo 05. Okt 2017

Als Ausnahme definieren?

elcaron 28. Sep 2017

Nein, sind sie nicht. Verschlüsselung hat auf einem kompromittierten System absolut...

elcaron 28. Sep 2017

Die Browserhersteller haben es doch auch gelernt. Bei wirklich komischen Situationen...

elcaron 28. Sep 2017

Ich habe noch nie einen Online-Virenscanner benutzt (sondern nur c't desinfec't Scanner...

helgebruhn 02. Jan 2017

Selbst wenn, lieber 60% dank Virenscanner, als 0% ohne oder? :) 100% sicher ist nur...



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