Antivirensoftware: Avast sorgt für Firefox-Abstürze

Mit einem Update behebt Mozilla Probleme, die von Avast verursacht wurden. Ein Entwickler empfiehlt, die Antivirensoftware zu deinstallieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Firefox blockiert Avast, um Abstürze zu verhindern.
Firefox blockiert Avast, um Abstürze zu verhindern. (Bild: Natã Figueiredo/Unsplash)

Tausende Firefox-Nutzer haben Mozilla teils wütend über plötzliche Abstürze ihres Browsers unter Windows berichtet. Nach einer Recherche von Mozilla war der Übeltäter schnell klar: Die Antivirensoftware Avast.

Mozilla beschloss daraufhin, die DLL-Dateien von Avast mithilfe der DLL-Blockierliste von Firefox zu blockieren und damit die Abstürze zu verhindern. Ein entsprechendes Update ist mit Firefox in Version 105.0.3 verfügbar.

Laut dem Blog Ghacks könnte neben Avast auch die Antivirensoftware AVG solche Abstürze verursachen, diese sei aber noch nicht auf der Blockierliste von Mozilla. Avast übernahm AVG im Jahr 2016 und führt die beiden Antivirenprogramme seitdem immer weiter zusammen.

Firefox-Nutzer, die neben dem Browser auch Antivirensoftwares von Avast oder AVG nutzen, sollten alle Programme zeitnah aktualisieren, um etwaigen Abstürzen oder anderen Problemen aus dem Wege zu gehen.

"Deinstallieren Sie die Produkte von Avast oder AVG"

Antivirensoftware ist unter Sicherheitsfachleuten umstritten und wird häufig als wirkungsloses Schlangenöl kritisiert, das teils sogar selbst für Sicherheitsprobleme sorgt. Daneben führt Antivirensoftware auch immer wieder zu Problemen mit legitimen Anwendungen wie Browsern. Der Mozilla-Angestellte Gabriele Svelto schlägt daher vor, die Produkte von Avast und AVG zu deinstallieren.

Insbesondere Avast geriet in der Vergangenheit neben Sicherheitsproblemen auch mit dem Sammeln und Verkaufen persönlicher und intimer Daten ihrer Nutzer in die Schlagzeilen. So verkaufte Avast die über eine gleichnamige Browsererweiterung gesammelten Webnutzungsdaten von mehreren Hundert Millionen Nutzern. Die Daten wurden vom Plug-in der gleichnamigen Antiviren-Software gesammelt. Zu den Käufern sollen namhafte Firmen wie Google, Microsoft, McKinsey und viele andere gehört haben. Ein Millionengeschäft.

Erst kürzlich hatte Avast die beliebte Browsererweiterung I don't care about Cookies übernommen, was bei vielen Nutzern für Unmut sorgte. Die Erweiterung klickt für die häufig als nervig empfundenen Cookie-Banner weg, die bei vielen Webseiten bei einem initialen Besuch aufpoppen. Mozilla arbeitet bereits seit längerem an einer ähnlichen Funktion, die direkt im Browser zur Verfügung stehen soll.

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spambox 10. Okt 2022

Solange Chrome auf Android keine Addons unterstützt, nutze ich dort Firefox. #sb

Kaiser Ming 10. Okt 2022

Ach-was-t möchte selbst einen Browser herausbringen der dann stabil funktioniert

franzropen 10. Okt 2022

Nein, die Antivirensoftware schleust sich per DLL in die Prozesse von Firefox ein...



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