• IT-Karriere:
  • Services:

Antitracking bei iOS 14.5: Deutsche Werbewirtschaft klagt gegen Apple

Die Werbewirtschaft befürchtet große Einbußen durch Apples neue Transparenzregeln beim Tracking. Nun wurde das Bundeskartellamt angerufen.

Artikel veröffentlicht am ,
So visualisiert Apple die Datensammelwut von digitalen Anwendungen.
So visualisiert Apple die Datensammelwut von digitalen Anwendungen. (Bild: Apple)

Mit einer Beschwerde beim Bundeskartellamt geht die deutsche Werbewirtschaft gegen Apples geplante Tracking-Optionen beim Betriebssystem iOS 14.5 vor. Mit der Einführung des Programms App Tracking Transparency (ATT) missbrauche der iPhone-Hersteller seine Marktmacht und verstoße gegen Kartellrecht, teilten acht Verbände am Montag mit. Eine Veröffentlichung von iOS 14.5 ist in Kürze zu erwarten.

Stellenmarkt
  1. BET3000 Deutschland Management GmbH, München
  2. FANUC Deutschland GmbH, Neuhausen auf den Fildern

Die Verbände sehen in Apples Vorgehen den Versuch, "der Werbewirtschaft den Zugriff auf wettbewerbsrelevante Daten in unzulässiger Weise zu erschweren". Dies sei aufgrund der europäischen Datenschutzvorgaben nicht notwendig und gefährde gleichzeitig die Medienvielfalt. Die Verbände stützen sich der Mitteilung zufolge insbesondere auf neue Vorschriften im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB).

Zu den klagenden Verbänden gehören unter anderem der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) und die Organisation der Mediaagenturen (OMG).

Opt-in für Tracking erforderlich

Durch die Neuerungen soll auf Apple-Geräten leichter verhindert werden können, dass Apps und Werbedienste Informationen über die Grenzen einzelner Anwendungen hinweg sammeln. Möchte ein Werbenetzwerk auf die gerätespezifische Werbe-ID unter iOS zugreifen, muss dies explizit für jede App über ein Pop-up erlaubt werden. Apple hat auch klargestellt, dass Entwickler keine alternativen Methoden verwenden dürfen, um Nutzer zu tracken.

Golem Akademie
  1. IT-Sicherheit für Webentwickler
    31. Mai - 1. Juni 2021, online
  2. Einführung in die Programmierung mit Rust
    21.-24. September 2021, online
Weitere IT-Trainings

Nach Ansicht der Werbewirtschaft wird dadurch "die jahrelange Symbiose aus App-Entwicklern, Werbungtreibenden und Werbevermittlern gefährdet und ein Paradigmenwechsel zugunsten Apples eingeleitet, in dessen Folge auch Verbraucherinteressen beeinträchtigt werden". Der Mitteilung zufolge sind Vorgaben von Apple "suggestiv ausgestaltet, wodurch zu befürchten ist, dass die große Mehrheit der Nutzer keine Zustimmung zur Verarbeitung der Daten erteilen wird". Zudem könnten die Nutzer die Entscheidung nur schwer revidieren.

Nachteile für App-Entwickler und Verbraucher befürchtet

Der Werbewirtschaft verweist auf erste Markterhebungen, wonach die Werbeeinnahmen der App-Entwickler "signifikant sinken" sollen. Dadurch würden mehr Apps kostenpflichtig und für die Verbraucher inhaltlich weniger relevante, unpassende Werbung enthalten. Apples Geschäftsmodell werde hingegen gestärkt. "Wenn Apps mangels effektiver Werbemöglichkeiten auf kostenpflichtige Abonnement-Modelle umgestellt werden müssen, erhält Apple zudem eine Provision in Höhe von in der Regel 30 Prozent für alle Verkäufe digitaler Inhalte", kritisieren die Verbände.

Paragraf 19a des GWB sieht vor, dass das Bundeskartellamt für bestimmte Unternehmen eine "überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb" feststellen kann. Solchen Unternehmen kann die Kartellbehörde untersagen, "beim Vermitteln des Zugangs zu Beschaffungs- und Absatzmärkten die Angebote von Wettbewerbern anders zu behandeln als eigene Angebote" oder Wettbewerber "unmittelbar oder mittelbar zu behindern, sofern die Behinderung geeignet ist, den Wettbewerbsprozess erheblich zu beeinträchtigen".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Frontier Promo (u. a. Elite Dangerous für 5,99€, Planet Zoo für 19,99€, Struggling...
  2. 777€ (Bestpreis)
  3. (u. a. Akku-Rasentrimmer für 65,99€, Schlagbohrmaschine für 59,99€, Hochdruckreiniger für...

PeterTasse 28. Apr 2021 / Themenstart

Da geht es doch nur um die Nutzung von Google? Bzw. die bevorzugte Position der...

Engel 27. Apr 2021 / Themenstart

-------------------------------------------------------------------------------- Da...

Padina42 27. Apr 2021 / Themenstart

Der obige Merksatz fordert, dass eine guter Artikel alle relevanten Informationen im...

leed 27. Apr 2021 / Themenstart

Perfekter Kommentar, zeigt genau wie es ist. Eine ganze Branche aufgebaut an Sachen die...

fincherdavid 27. Apr 2021 / Themenstart

Really a good one i have choosen and loved this,

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Samsung QLED 8K Q800T - Test

Samsungs preisgünstiger 8K-Fernseher hat eine tolle Auflösung, schneidet aber insgesamt nicht so gut ab.

Samsung QLED 8K Q800T - Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /