Antimicrobial Gorilla Glass: Corning killt Mikroorganismen auf Touchscreens
Ein Touchscreen hat zwei entscheidende Nachteile: Die Interaktion hinterlässt Spuren – sichtbare in Form von Fingerabdrücken und unsichtbare in Gestalt von allen möglichen Mikroorganismen, die sich dort anlagern und unverdrossen vermehren. Zumindest gegen Letztere hat Corning ein Mittel gefunden.

Das US-Unternehmen stellt auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ein neues Gorilla-Glas vor, das den Mikroben den Garaus machen soll. Dem Glas werden Silberionen zugesetzt – Silber ist ein bekanntes Bakterizid(öffnet im neuen Fenster) und wird auch in der Medizin oder in Textilien zum Abtöten von Keimen eingesetzt.
Dauerhaft bakterizid
Das Antimicrobial Gorilla Glass(öffnet im neuen Fenster) verhindere das Wachstum von Algen, Schimmel, Pilzen und Bakterien, verspricht Corning(öffnet im neuen Fenster). Das könnten alle möglichen antibakteriellen Reinigungsmittel zwar auch. Deren Wirkung sei aber nur temporär. Das mit dem Silberionen versetzte Gorilla-Glas hingegen sei dauerhaft bakterizid. Auf die mechanischen, optischen und dielektrischen Eigenschaften des Gorilla-Glases hat das Silber keine Auswirkungen.
Das Glas eigne sich für alle möglichen Touchscreens. Auf der CES stellt Corning auch schon eine erste Anwendung für das Antimicrobial Gorilla Glass vor: Das US-Unternehmen Steelcase(öffnet im neuen Fenster) hat das Display seines Raumbuchungssystems Room Wizard(öffnet im neuen Fenster) mit dem tödlichen Glas ausgestattet.


