Antigravity A1: Verfügbarkeit, Preis, Rechtliches und Fazit
Die Antigravity A1 ist beim Hersteller(öffnet im neuen Fenster) sowie bei autorisierten Händlern erhältlich. Es gibt mehrere Bundles, das günstigste kostet 1.400 Euro. Jedes Paket enthält die A1-Drohne, die Vision-Brille und den Griff-Controller mit unterschiedlichem Zubehör.
Rechtliches: Wie bei allen Drohnen müssen wir auch für die Antigravity A1 eine Drohnenversicherung abschließen oder eine passende Haftpflichtversicherung haben.
Außerdem müssen wir uns beim Luftfahrt-Bundesamt(öffnet im neuen Fenster) registrieren und die Registrierungsnummer am Fluggerät anbringen. Die A1 wiegt weniger als 250 Gramm, weshalb kein Drohnenführerschein nötig ist.
Weil beim FPV-Betrieb durch das Headset die direkte Sicht zur Drohne fehlt, ist ein Spotter (Beobachter) vorgeschrieben, der das Fluggerät jederzeit im Blick hat. Die maximale Flughöhe ist auf 120 m über Grund begrenzt.
Beispieldateien: Von Golem aufgenommene, unbearbeitete Video- und Bilddateien stehen hier zum Download (rund 340 MByte) bereit.
Fazit
Die Antigravity A1 ist für mich fast schon eine neue Kategorie von Flugkamera. Das Zusammenspiel aus Vision-Brille, Free-Motion-Steuerung und 360-Grad-Aufzeichnung sorgt dafür, dass sich Flüge ungewohnt frei anfühlen – und dass ich jetzt bei klassischen Drohnen das Gefühl habe, durch ein Schlüsselloch zu schauen.
Die Einstiegshürde ist dank der guten Tutorials, der App und der intuitiven Steuerung vergleichsweise niedrig; viele Effekte, für die man bisher FPV-Erfahrung und aufwendige Manöver brauchte, lassen sich hier mit simplen Flugbahnen nachbauen.

















Auf der Habenseite stehen ein überzeugendes Fluggefühl, ein immersives Livebild, austauschbare Linsen und ein stimmiges Ökosystem. Die kreative Nutzerschaft profitiert vor allem von der Freiheit beim Reframing und der Möglichkeit, aus einem einzigen Flug mehrere sehr unterschiedliche Clips in verschiedenen Seitenverhältnissen zu erzeugen.
Perfekt ist die A1 dennoch nicht. Die Bildqualität ist für viele Einsatzzwecke mehr als ausreichend, stößt aber durch die Natur von 360-Grad-Material und 8-Bit-Farben an Grenzen, wenn es in den hochprofessionellen Bereich geht.
Vor allem aber wünsche ich mir eine klassische 2D-Fernbedienung als Option, um bei Bedarf schnell im gewohnten Stil filmen zu können, nur eben mit 360-Grad-Puffer um den eigentlichen Bildausschnitt.
Wer vor allem das Gefühl sucht, wirklich in der Luft zu sein, und Spaß daran hat, mit neuen Perspektiven zu experimentieren, bekommt hier eines der spannendsten und innovativsten Fluggeräte der vergangenen Jahre. Für mich fühlt sich die A1 an wie der Moment, in dem Drohnenfliegen neu erfunden wird – diesmal rundum.



