Abo
  • Services:
Anzeige
Titelblatt des Guardian
Titelblatt des Guardian (Bild: Guardian)

Anti-Terror-Gesetz Partner von NSA-Enthüller Greenwald stundenlang festgehalten

Offenbar um Glenn Greenwald einzuschüchtern, ist sein Partner auf der Rückreise von Berlin am Londoner Flughafen neun Stunden lang verhört worden. Seine gesamte elektronische Ausrüstung wurde einbehalten. Brasiliens Regierung protestierte.

Anzeige

Der Partner des Guardian-Journalisten Glenn Greenwald ist am 18. August 2013 bei einem Zwischenstopp auf dem Londoner Flughafen Heathrow festgenommen und fast neun Stunden unter Berufung auf den Terrorism Act 2000 verhört worden. Das berichtete der Guardian auf seiner Titelseite. Der Brasilianer David Miranda hatte sich in Berlin mit der US-Filmemacherin Laura Poitras getroffen, die zusammen mit Greenwald an dem Archiv von Edward Snowden arbeitet.

Nach dem Anti-Terror-Gesetz dürfen britische Sicherheitskräfte an Flughäfen, Häfen und Grenzen Menschen verhören und für maximal neun Stunden festhalten.

Die brasilianische Regierung hat dagegen öffentlich protestiert. In einer Stellungnahme des Außenministeriums heißt es: "Diese Maßnahme ist ohne Rechtsgrundlage, da sie sich gegen eine Person richtet, gegen die es keine Anschuldigungen gibt, die die Berufung auf diese Gesetzgebung rechtfertigen könnte. Die brasilianische Regierung erwartet, dass sich Vorfälle wie diese gegen einen brasilianischen Bürger nicht wiederholen." Greenwald erklärte, er vermute, dass sein Freund noch länger festgehalten worden wäre, wenn die "brasilianische Regierung nicht auf höchster Ebene aggressiv und verärgert eingegriffen" hätte.

Es wurde "elektronische Ausrüstung einschließlich Mobiltelefon, Notebook, Kamera, Speichersticks, DVDs und Spiele-Konsolen" beschlagnahmt. Der Guardian hatte den Flug bezahlt.

"Dies ist ein erheblicher Angriff auf die Pressefreiheit und die Informationsrecherche", sagte Greenwald. Seinem Partner sei ein Anwalt verweigert und seine Ausrüstung genommen worden, dies sei "eine Botschaft der Einschüchterung für diejenigen von uns, die über die NSA und GCHQ berichteten. Die Aktionen in Großbritannien stellen eine ernsthafte Bedrohung für Journalisten überall auf der Welt dar. Aber das Letzte, was sie erreichen werden, ist, uns einzuschüchtern oder davon abzuhalten, unsere Aufgabe als Journalisten wahrzunehmen. Ganz im Gegenteil: Das wird uns nur ermutigen, mehr und weiterhin aggressiv zu berichten."


eye home zur Startseite
3dgamer 20. Aug 2013

(Leider) Sehr treffend!

Charles Marlow 20. Aug 2013

http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/aug/19/david-miranda-schedule7-danger...

Hanmac 19. Aug 2013

Zitat: It's bad enough to prosecute and imprison sources. It's worse still to imprison...

hskteddy 19. Aug 2013

Iran und sonstige Diktaturen gelacht. Nun ist mir das Lachen vergangen nachdem ich sehe...

User_x 19. Aug 2013

immer wieder witzig, da glaubt man bei westlichen ländern an innovation...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. DuPont Sustainable Solutions (DSS), Neu-Isenburg
  2. Comline AG, Dortmund
  3. über Duerenhoff GmbH, Raum München
  4. DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut (Raum Rosenheim)


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 264€ + 5,99€ Versand
  2. 59,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Zahlungsverkehr

    Das Bankkonto wird offener

  2. 20.000 neue Jobs

    Apple holt Auslandsmilliarden zurück und baut neuen Campus

  3. Auto-Entertainment

    Carplay im BMW nur als Abo zu bekommen

  4. Fehlende Infrastruktur

    Große Skepsis bei Elektroautos als Dienstwagen

  5. Tim Cook

    Apple macht die iPhone-Drosselung abschaltbar

  6. Nintendo Labo

    Switch plus Pappe

  7. Apple

    Messages-App kann mit Nachricht zum Absturz gebracht werden

  8. Analog

    Kabelnetzkunden in falscher Sorge wegen DVB-T-Abschaltung

  9. Partnerprogramm

    Geld verdienen auf Youtube wird schwieriger

  10. Nur beratendes Gremium

    Bundestag setzt wieder Digitalausschuss ein



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nachbarschaftsnetzwerke: Nebenan statt mittendrin
Nachbarschaftsnetzwerke
Nebenan statt mittendrin
  1. Facebook Wieder mehr Haustierbilder statt Hass
  2. Nextdoor Das soziale Netzwerk für den Blockwart
  3. Hasskommentare Neuer Eco-Chef Süme will nicht mit AfD reden

Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. NGSFF alias M.3 Adata zeigt seine erste SSD mit breiterer Platine
  2. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  3. Vuzix Blade im Hands on Neue Datenbrille mit einem scharfen und hellen Bild

EU-Urheberrechtsreform: Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
EU-Urheberrechtsreform
Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Kommission hält kritische Studie zurück
  2. Leistungsschutzrecht EU-Staaten uneins bei Urheberrechtsreform

  1. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    SJ | 09:03

  2. Re: IMHO: Der falsche Weg

    SJ | 09:02

  3. Re: Einziger Hersteller Moto Z hat exakt das...

    Techn | 09:02

  4. Re: Das finde ich schon frech

    Old Fly | 09:01

  5. Re: Kein Backup? Kein Mitleid!

    Der Held vom... | 09:01


  1. 09:04

  2. 08:26

  3. 08:11

  4. 07:55

  5. 07:30

  6. 00:02

  7. 19:25

  8. 19:18


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel