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Anti-Tamper: Denuvo bei Metro Exodus geknackt

Die PC-Version von Metro Exodus ist offenbar frei im Netz erhältlich, nachdem Denuvo innerhalb von fünf Tagen geknackt wurde. Die umstrittene Veröffentlichung im Epic Game Store dürfte speziell bei diesem Titel das Problem der nicht lizenzierten Downloads verschärfen.

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Szene in Metro Exodus
Szene in Metro Exodus (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)

Gerade mal fünf Tage nach der Veröffentlichung von Metro Exodus haben Unbekannte laut Berichten unter anderem auf DSO Gaming die Kopierschutzsysteme der PC-Version ausgehebelt. Das Actionspiel ist offenbar schon auf einschlägigen Seiten im Netz als Download verfügbar. Der schnelle Crack ist auch deshalb erstaunlich, weil bei Metro Exodus die neue Fassung von Denuvo mit der Versionsnummer 5.6 zum Einsatz gekommen sein soll.

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Im Falle von Metro Exodus ist es denkbar, dass sich eher mehr Spieler als sonst moralisch legitimiert fühlen, jetzt zur Schwarzkopie zu greifen. Das liegt daran, dass viele mit der Veröffentlichungspolitik von Publisher Deep Silver nicht einverstanden sind: Metro Exodus sollte eigentlich auf Steam erscheinen. Kurz vor dem Start wurde dann aber entschieden, es (bis auf Vorbestellungen) exklusiv ein Jahr lang über den Epic Game Store zu vertreiben.

Vielen Spielern passt das nicht, weshalb sie dem Titel auf allen möglichen Plattformen negative Nutzerbewertungen gegeben haben - in der Szene heißt das Review Bombing. In Foren haben außerdem viele Gamer geschrieben, dass sie Metro Exodus erst nach Ablauf des Jahres bei Steam kaufen wollen. Da könnte sich durchaus der ein oder andere freuen, dem Publisher eins auszuwischen, indem er den von 4A Games entwickelten Shooter mal eben ohne Lizenz aus dem Netz lädt.

Neben Metro Exodus verwendet übrigens das fast zeitgleich veröffentlichte Far Cry New Dawn ebenfalls Denuvo 5.6. Dort scheint der Anti-Tamper-Softwareschutz aber noch zu halten. Allerdings setzt Hersteller Ubisoft traditionell zusätzlich die Virtualisierungslösung VM Protect ein, die das Überwinden der Schutzsysteme deutlich erschwert.

Das von einem österreichischen Anbieter stammende Denuvo ist kein klassischer Kopierschutz, der etwa das Vervielfältigen der Disc unterbindet. Stattdessen soll die Software - der Hersteller spricht von Anti-Tamper-Software - verhindern, dass die Online-DRM-Maßnahmen von Steam, Origin oder dem Epic Game Store umgangen werden. Vielen Publishern, die Denuvo verwenden, geht es primär um den Schutz ihrer Werke in der besonders nachfragestarken Zeit nach der Erstveröffentlichung. Allerdings sind damit eher vier bis sechs Wochen und nicht nur fünf Tage gemeint.

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Headcool 23. Feb 2019

Entsprechend § 108b wird die Umgehung eines Kopierschutzes für den privaten Gebrauch...

Ylion 22. Feb 2019

Die Leute, die die Aufregung nicht verstehen, verstehen auch nicht den Kern des...

yumiko 22. Feb 2019

Also anders formuliert: Wenn mir irgendetwas an meinem Gegenüber oder dessen Produkt...

Bouncy 22. Feb 2019

Woher soll der Anbieter es denn wissen, warum du es nicht gekauft hast? Bei gecrackten...

Shoopi 22. Feb 2019

Hier wird nicht gewartet, sondern das Wort verbreitet. Ich werde es zwar nicht Laden, da...


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