Abo
  • Services:

Anti-Tamper: Spiele mit und ohne Denuvo im Vergleich

Das Actionspiel Hitman läuft mit und ohne Denuvo gleich schnell, bei Mass Effect Andromeda gibt es spürbare Unterschiede: Ein Streamer hat die Bildraten von Games mit und ohne die Anti-Tamper-Software verglichen.

Artikel veröffentlicht am ,
Szene aus Hitman
Szene aus Hitman (Bild: IO Interactive)

Schon länger diskutieren PC-Spieler die Auswirkungen von Denuvo auf das Laufzeitverhalten von Games, nun ist ein Streamer mit dem Pseudonym Overlord der Sache auf den Grund gegangen. Er hat sieben Spiele im Video verglichen: einmal die Version mit der Anti-Tamper-Software, und einmal die Version ohne. Das war möglich, weil Denuvo von den Entwicklern per Patch entfernt wurde, nachdem Cracker das Schutzsystem ausgehebelt hatten.

Stellenmarkt
  1. Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
  2. Teckentrup GmbH & Co. KG, Verl

Die Ergebnisse von Overlord sind sehr unterschiedlich: Bei Hitman, Sniper Ghost Warrior 3, Agents of Mayhem und Abzu gab es nur sehr kleine oder gar keine Unterschiede zwischen den Versionen mit und ohne Denuvo. Anders sieht es bei Mad Max, Sherlock Holmes The Devil's Daughter und vor allem bei Mass Effect Andromeda aus: Diese Titel liefen nach dem Entfernen von Denuvo etwas schneller. Bei Mad Max stieg etwa die durchschnittliche gemessene Bildrate von 72 auf 79 fps. Mit Abstand am größten waren die Unterschiede bei Mass Effect: An den getesteten Stellen stieg die niedrigste Bildrate von 46 fps auf 67 fps.

So interessant die Ergebnisse sind: Es ist nicht endgültig klar, ob die von Overlord gemessenen höheren Bildraten tatsächlich allein durch das Entfernen von Denuvo zustande kommen. Denkbar ist auch, dass weitere Codeoptimierungen durch die Spielentwickler oder neuere Treiber ein Grund sind. Der große Unterschied etwa bei Mass Effect Andromeda ist allein dadurch aber kaum erklärbar.

Davon abgesehen ist auffällig, dass die Spiele, bei denen die Verwendung von Denuvo einen Unterschied macht, tendenziell eher eine schnelle CPU benötigen, die dann eben von dem Kopierschutzsystem zusätzlich belastet wird - Denuvo benötigt nach aktuellem Wissensstand so gut wie keine Ressourcen von der GPU. Overlord hat seine Messungen auf einem Rechner mit Core i7 2600K und einer Geforce GTX 1080 Ti durchgeführt.

Wenn sich ein Publisher oder Entwickler für die Software entscheidet, muss er zwei bis drei Monate vor der Veröffentlichung eine Betaversion zum Unternehmen Denuvo schicken. Dort spielt ein Mitarbeiter das Spiel und lässt einen Performancemonitor mitlaufen, um herauszufinden, an welchen Stellen die Anti-Tamper-Software aufsetzen kann, um Laufzeitprobleme zu verhindern. "Typische Stellen sind der Startbildschirm oder ein Ladescreen", sagte Denuvo-Chef Reinhard Blaukovitsch im November 2016 im Gespräch mit Golem.de.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)
  2. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

bionade24 13. Aug 2018 / Themenstart

Secure boot ist schon schlimm genug. Wie kann es bitte sein dass Microsoft damit jeden...

fl1p 12. Aug 2018 / Themenstart

Der Hauptvergleich (der gesamte Mittlere Teil mit Mad Max) ist absoluter Schwachsinn. Das...

FreiGeistler 11. Aug 2018 / Themenstart

Denuvo ist ja immer noch integriert, nur deaktiviert. Was "deaktiviert" meint, wissen nur...

Sharra 11. Aug 2018 / Themenstart

Denuvo wird wohl nicht ganz den Impact haben, der dem Ding angedichtet wurde. Die Frage...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


OLKB Planck - Test

Die Planck von OLKB ist eine ortholineare Tastatur mit nur 47 Tasten. Im Test stellen wir aber fest, dass wir trotzdem problemlos mit dem Gerät arbeiten können - nachdem wir uns in die Programmierung eingearbeitet haben.

OLKB Planck - Test Video aufrufen
Elektromobilität: Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen
Elektromobilität
Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen

Die Anschaffung eines Elektroautos scheitert häufig an der fehlenden Lademöglichkeit am heimischen Parkplatz. Doch die Bundesregierung will vorerst keinen eigenen Gesetzesentwurf für einen Anspruch von Wohnungseigentümern und Mietern vorlegen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. TU Graz Der Roboter als E-Tankwart
  2. WLTP VW kann Elektro- und Hybridautos 2018 nicht mehr verkaufen
  3. Elektroautos Daimler-Betriebsrat will Akkuzellen aus Europa

Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Spezial Unabhängige Riesen und Ritter für Nintendo Switch
  2. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  3. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  2. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden
  3. Landspace Chinesisches Raumfahrtunternehmen kündigt Raketenstart an

    •  /