Anti-Tamper: Denuvo hält bei Mittelerde nur einen Tag

Egal ob Fifa 18, Warhammer 2 oder Mittelerde - Schatten des Krieges: Wenige Stunden nach der Veröffentlichung sind die PC-Versionen illegal in Tauschbörsen erhältlich. Das Schutzsystem Denuvo wird offenbar in kürzester Zeit ausgehebelt.

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Bei Mittelerde - Schatten des Krieges ist Denuvo offenbar geknackt.
Bei Mittelerde - Schatten des Krieges ist Denuvo offenbar geknackt. (Bild: Screenshot: Golem.de / Bild: Warner Bros Interactive)

Gleich von drei hochkarätigen PC-Spielen sind nur wenige Stunden nach der offiziellen Veröffentlichung nicht lizenzierte Kopien in Tauschbörsen aufgetaucht, bei denen die als Teil des Rechtemanagements integrierte Anti-Tamper-Software Denuvo zum Einsatz kam. Zuerst hat es die PC-Version von Fifa 18 getroffen, dann das Strategiespiel Total War: Warhammer 2 von Creative Assembly und zuletzt das am 10. Oktober 2017 veröffentlichte Mittelerde - Schatten des Krieges, so unter anderem Dsogaming.com vor einigen Tagen.

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Für die beteiligten Publisher und Entwickler ist das natürlich ein Problem. Sie wollen mit Denuvo vor allem dafür sorgen, dass innerhalb der ersten paar Tage und Wochen keine Schwarzkopien verfügbar sind - also dann, wenn das Interesse der Spieler besonders groß ist. Eine Zeit lang hat Denuvo ausgesprochen gut funktioniert: Noch Anfang 2016 hatte eine bekannte Cracker-Gruppe sogar davon gesprochen, dass Software wie Denuvo kaum noch zu knacken sei.

Dies hat sich inzwischen offenbar wieder grundlegend geändert. Ab Sommer 2016 hatte es nach der Veröffentlichung von Doom nur noch wenige Wochen gedauert, bis Denuvo ausgehebelt wurde. Es gibt Hinweise darauf, dass eine zuvor veröffentlichte Demo des Actionspiels den Crackern dafür unfreiwillig die entscheidenden Hinweise geliefert hat.

Soweit bekannt, kam bei Fifa 18, Warhammer 2 und Mittelerde die aktuelle Version von Denuvo zum Einsatz. Bislang hat keiner der betroffenen Publisher die Software von seinen Titeln entfernt. Das hatten Firmen in der Vergangenheit per Update gemacht, unter anderem Bethesda bei der PC-Version von Doom und Electronic Arts bei Dragon Age Inquisition. Es bringt zum einen Sympathiepunkte in der Community, zum anderen ist es eine mögliche Fehlerquelle weniger.

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Denuvo ist kein klassischer Kopierschutz, der etwa das Vervielfältigen der Disc verhindert. Stattdessen soll die Software verhindern, dass etwa die Online-DRM-Maßnahmen von Steam und Origin umgangen werden. Der aus Österreich stammende Hersteller bezeichnet Denuvo deshalb nicht als Kopierschutz, sondern als Anti-Tamper-Software.

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DWolf 17. Okt 2017

Du kannst es immer wieder installieren, solang du den Installer nicht verschlampst...

Dwalinn 17. Okt 2017

Viel Glück, hoffentlich klappt es :)

exxo 17. Okt 2017

Was ja auch logisch ist. Drei Plattformen teilen sich den Umsatz zu je einem Drittel...

motzerator 16. Okt 2017

Vielleicht soll Denuvo nicht nur gegen Raubmordkopierer helfen, sondern auch die...



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