Abo
  • Services:
Anzeige
Diesen Hinweis sahen die Nutzer des gehackten Anti-Adblocker-Dienstes Pagefair.
Diesen Hinweis sahen die Nutzer des gehackten Anti-Adblocker-Dienstes Pagefair. (Bild: F-Secure)

Anti-Adblocker-Dienst: 500 Websites über Pagefair gehackt

Diesen Hinweis sahen die Nutzer des gehackten Anti-Adblocker-Dienstes Pagefair.
Diesen Hinweis sahen die Nutzer des gehackten Anti-Adblocker-Dienstes Pagefair. (Bild: F-Secure)

Über den Dienst Pagefair sollen Websitebetreiber die Adblocker-Rate messen und unaufdringliche Werbung ausspielen. Was passiert, wenn solche Dienste selbst gehackt werden, mussten zahlreiche Nutzer nun erleben.

Anzeige

Unerwarteter Halloween-Schreck am Computer: Mehr als 500 Websites haben ihre Nutzer nach dem Hack des Anti-Adblocker-Dienstes Pagefair einem Angriff mit Schadsoftware ausgesetzt. Die Attacke habe sich bereits in der Nacht zum vergangenen Sonntag ereignet und knapp anderthalb Stunden gedauert, teilte das in Dublin ansässige Unternehmen mit. Zwar sei der Angriff nach fünf Minuten bemerkt worden. Doch habe es weitere 80 Minuten gebraucht, um ihn zu stoppen. "Wenn Sie ein Verlag sind und unseren freien Analysedienst nutzen, haben Sie nun guten Grund, sehr wütend auf uns und enttäuscht über uns zu sein", schrieb das Unternehmen. Pagefair erreichte nach Angaben von F-Secure in den vergangenen 14 Tagen mehr Nutzer als Flickr oder Spotify.

Über eine sogenannte Spearphishing-Attacke seien die Hacker in einen wichtigen E-Mail-Account gelangt, teilte Pagefairs CEO Sean Blanchfield weiter mit. Anschließend sei über den Zugang zu einem Content Delivery Network (CDN) ein schädlicher Javascript-Code ausgeliefert worden. Das Script habe die Nutzer aufgefordert, ein gefälschtes Update für den Adobe Flashplayer herunterzuladen. Nach Angaben von F-Secure handelt es sich dabei um das Fernwartungsprogramm Nanocore. Dieses kann unter anderem Passwörter mitschneiden oder Fotos von Webcams aufnehmen.

Angeblich nur 2,3 Prozent der Nutzer gefährdet

Für Pagefair ist dieser Vorfall besonders unangenehm. Schließlich begründet das Unternehmen sein Konzept damit, dass sich Nutzer zurecht vor "ablenkender, aufdringlicher, unangemessener, hinterlistiger und schädlicher Werbung schützen müssen". Stattdessen wolle Pagefair ein nachhaltigeres Werbeumfeld schaffen, um die wirtschaftlich schädlichen Auswirkungen durch Werbeblocker zu vermindern. Mit einem kostenlosen Tool lässt sich die Adblocker-Rate einer Website messen. Daneben verspricht Pagefair seinen Kunden, Umsätze mit nicht aufdringlicher Werbung zu ermöglichen.

Wie viele Nutzer von der Attacke betroffen sind, ist unklar. Pagefair kann offenbar keine Liste der betroffenen Websites vorlegen. Es habe sich aber eher um kleine Seiten gehandelt. 60 Prozent hätten weniger als eine Million Pageviews im Monat und 90 Prozent weniger als zehn Millionen, sagte eine Sprecherin laut Digiday.

Das Unternehmen rechnet damit, dass letztlich nur 2,3 Prozent der Nutzer, die eine der betroffenen 501 Websites besucht hätten, gefährdet gewesen seien. Die niedrige Zahl wird unter anderem damit begründet, dass zum einen nur Windows-Nutzer attackiert worden seien, zum anderen die gängigen Virenschützer vor dem Trojaner gewarnt hätten. Den Warnhinweis, wonach der Flash Player aktualisiert werden müsse, hätten jedoch deutlich mehr Nutzer gesehen. Eine Analyse der Log-Daten durch das CDN soll in den kommenden Tagen genaueren Aufschluss über den Umfang der Attacke geben.


eye home zur Startseite
honk 05. Nov 2015

+1 private nutze ich immer eine Adblocker. Seiten die damit nicht funktionieren, werden...

zilti 04. Nov 2015

Dann musst du dir halt überlegen, welche Websites dir wichtig sind. Ich abonniere mir ja...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Capgemini Deutschland GmbH, verschiedene Standorte
  2. operational services GmbH & Co. KG, Braunschweig
  3. Groz-Beckert KG, Albstadt
  4. Rechenzentrum Region Stuttgart GmbH, Stuttgart


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-65%) 6,99€
  2. 15,99€
  3. (-10%) 17,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Hauptversammlung

    Rocket Internet will eine Bank sein

  2. Alphabet

    Google-Chef verdient 200 Millionen US-Dollar

  3. Analysepapier

    Facebook berichtet offiziell von staatlicher Desinformation

  4. Apple

    Qualcomm reduziert Prognose wegen zurückgehaltener Zahlungen

  5. Underground Actually Free

    Amazon beendet Programm mit komplett kostenlosen Apps

  6. Onlinelexikon

    Türkische Behörden sperren Zugang zu Wikipedia

  7. Straßenverkehr

    Elon Musk baut U-Bahn für Autos

  8. Die Woche im Video

    Mr. Robot und Ms MINT

  9. Spülbohrverfahren

    Deutsche Telekom "spült" ihre Glasfaserkabel in die Erde

  10. Privacy Phone

    John McAfee stellt fragwürdiges Smartphone vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sonos Playbase vs. Raumfeld Sounddeck: Wuchtiger Wumms im Wohnzimmer
Sonos Playbase vs. Raumfeld Sounddeck
Wuchtiger Wumms im Wohnzimmer
  1. Playbase im Hands on Sonos bringt kraftvolles Lautsprechersystem fürs Heimkino

Mobile-Games-Auslese: Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn
Mobile-Games-Auslese
Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn
  1. Spielebranche Beschäftigtenzahl in der deutschen Spielebranche sinkt
  2. Pay-by-Call Eltern haften nicht für unerlaubte Telefonkäufe der Kinder
  3. Spielebranche Deutscher Gamesmarkt war 2016 stabil

Siege M04 im Test: Creatives erste Sound-Blaster-Maus überzeugt
Siege M04 im Test
Creatives erste Sound-Blaster-Maus überzeugt

  1. Re: 40.000 EUR.

    uselessdm | 16:38

  2. Re: was hat google in letzter zeit weiter erreicht?

    Umaru | 16:37

  3. Re: Abgehoben

    Umaru | 16:36

  4. Re: Glücklich auch ohne Amazon

    AmpMan | 16:33

  5. Re: Ich bin auch für die Todesstrafe

    ceysin | 16:27


  1. 13:08

  2. 12:21

  3. 15:07

  4. 14:32

  5. 13:35

  6. 12:56

  7. 12:15

  8. 09:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel