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Anthropic raus aus der Lieferkette: Rüstungsunternehmen folgen Trump-Anordnung

Auch wenn die Rechtsgrundlage fragwürdig ist, wollen sich Rüstungsfirmen keine Aufträge des US-Verteidigungsministeriums entgehen lassen.
/ Mike Faust
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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Anthropic zum nationalen Sicherheitsrisiko für die Lieferkette erklärt. (Bild: Fortune via Reuters Connect)
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Anthropic zum nationalen Sicherheitsrisiko für die Lieferkette erklärt. Bild: Fortune via Reuters Connect

Rüstungsunternehmen in den USA werden der Anordnung des US-Verteidigungsministeriums (Pentagon) folgen und auf KI-Tools von Anthropic in ihrer Lieferkette verzichten. Wie Reuters von Anwälten, die Regierungsaufträge bearbeiten, erfahren haben will(öffnet im neuen Fenster) , soll dies auch dann gelten, wenn das Anthropic-Verbot der US-Regierung unter Donald Trump vor Gericht scheitern sollte.

Das Verhalten der Unternehmen zeige, wie schnell diese bereit seien, sich den Vorlieben der Trump-Regierung anzupassen, um sich Teile des jährlichen Budgets zu sichern, so die Anwälte zu Reuters.

Trump hatte am 27. Februar 2026 angekündigt, alle Bundesbehörden anzuweisen, die Technologie von Anthropic nicht mehr zu nutzen. Hintergrund war, dass Anthropic gegenüber der US-Regierung keine Lockerung seiner Nutzungsbestimmungen vornehmen wollte.

Anthropic zum Risiko für die nationale Sicherheit erklärt

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte Anthropic zum Risiko für die nationale Sicherheit und sagte: "Mit sofortiger Wirkung darf kein Auftragnehmer, Lieferant oder Partner, der mit dem US-Militär Geschäfte macht, kommerzielle Aktivitäten mit dem Unternehmen durchführen."

Die Anwälte sagten zu Reuters, dass keines der Befugnisse der Trump-Regierung für ein Verbot von Anthropic ausreichen würde, um dessen allgemeine Nutzung auch bei den Rüstungsunternehmen zu untersagen. Die Rechtslage werde Unternehmen, die von Aufträgen des Pentagons abhängig sind, aber nicht davon abhalten, sich an das Verbot zu halten, heißt es weiter.

In einer Stellungnahme erklärte ein Sprecher von Lockheed Martin Reuters: "Wir werden den Anweisungen des Präsidenten und des Verteidigungsministeriums folgen." Da man für keinen Teil der Arbeit im Unternehmen von einem einzigen KI-Anbieter abhängig sei, erwarte man nur minimale Auswirkungen, so der Sprecher weiter.


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