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Anthropic: China hat möglicherweise Zugriff auf Mythos gehabt

Für die US-Regierung wäre ein Zugriff durch China auf das KI-Modell Mythos ein erhebliches Sicherheitsrisiko.
/ Mike Faust
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Die US-Regierung verhängte wegen Sicherheitsbedenken ein Exportverbot für zwei KI-Modelle von Anthropic. (Bild: Nicolas TUCAT / AFP via Getty Images)
Die US-Regierung verhängte wegen Sicherheitsbedenken ein Exportverbot für zwei KI-Modelle von Anthropic. Bild: Nicolas TUCAT / AFP via Getty Images

Unter den Gründen für das von der US-Regierung verhängte Exportverbot für das KI-Modell Mythos von Anthropic findet sich der Verdacht, dass auch eine mit China verbundene Gruppe Zugriff darauf erlangt haben könnte. Wie die Nachrichten-Webseite Semafor(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtet, sei unklar, welche Organisation genau involviert war und wie der Zugriff erfolgte.

Sollte es der chinesischen Regierung gelungen sein, auf das KI-Modell zuzugreifen, könnte sie versuchen, Mythos mittels Destillation nachzubauen oder zu kopieren. Für die USA würde dies ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Ein Sprecher von Anthropic sagte Semafor, dass die US-Regierung während der Gespräche über das Exportverbot von Fable und Mythos keine Aussagen über China getroffen habe. Zudem sei der Zugriff auf die Produkte von China aus untersagt, heißt es weiter.

Kein Zugriff nur für US-Bürger

Die Sperrung der beiden KI-Modelle von Anthropic erfolgte, nachdem Amazon-CEO Andy Jassy Regierungsvertreter über einen Jailbreak informiert hatte, durch den sich die Sicherheitsvorkehrungen von Mythos umgehen ließen.

Die US-Regierung wies Anthropic daraufhin an, den Zugriff auf die KI-Modelle Mythos und Fable auf US-Bürger zu beschränken. Das Unternehmen entschied sich allerdings dafür, die beiden Modelle komplett abzuschalten.

David Sacks, Regierungsbeauftragter für künstliche Intelligenz und Kryptowährungen, betonte in einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst X(öffnet im neuen Fenster), dass frühere Konflikte zwischen Anthropic und der US-Regierung bei der Entscheidung für das Exportverbot keine Rolle gespielt haben sollen. Zuvor hatte das US-Verteidigungsministerium Anthropic mit zweifelhaften Begründungen als Lieferkettenrisiko eingestuft.


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