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Anthropic: Amazon investiert vier Milliarden Dollar in KI-Startup

Amazon wagt mit der Beteiligung an Anthropic die größte Investition der Unternehmensgeschichte. Die Konkurrenz soll bei KI nicht gewinnen.
/ Maximilian Küstermann
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Nach einiger Zeit könnte sich die Investition für Amazon lohnen. (Bild: Pixabay.com)
Nach einiger Zeit könnte sich die Investition für Amazon lohnen. Bild: Pixabay.com / Pixabay-Inhaltslizenz

Amazon wird bis zu vier Milliarden US-Dollar in das KI-Startup Anthropic und seinen Chatbot Claude investieren. Im Rahmen dieser Kooperation wird Anthropic seine Software in die Rechenzentren von Amazon Web Services (AWS) verlagern und Amazons Trainium und Inferentia Chips nutzen, um seine KI-Modelle zu trainieren, schreibt das Startup in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) .

Der Onlineversandhandels- und Cloud-Computing-Konzern erhält eine Minderheitsbeteiligung - Beobachter von der New York Times(öffnet im neuen Fenster) bewerten die verkündete Investition und Zusammenarbeit als ersten großen Schritt für Amazon, um sich neben Microsoft und Google in der Entwicklung generativer KI zu etablieren. Ein Wettrennen, bei dem Amazon bislang hinterherhinke, so Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) . Und auch die angekündigte Nutzung der Amazon-Prozessoren Trainium und Inferentia stelle einen Meilenstein dar in einem Markt, der bisher von Nvidia dominiert wird.

Google ist mit von der Partie

Als Teil des Deals verständigten sich Amazon und Anthropic auf eine Sofortinvestition von 1,25 Milliarden US-Dollar, die bei Bedarf auf bis zu vier Milliarden erhöht wird, berichtet Reuters(öffnet im neuen Fenster) . Ein Betrag, der Amazons bislang größte Unternehmensbeteiligung darstellen würde.

Doch nicht nur Amazon ist an dem KI-Entwickler aus San Francisco interessiert. Erst im Februar 2023 erwarb Google Unternehmensanteile in Höhe von etwa 400 Millionen US-Dollar, wie Golem.de berichtete . Auch damals sprach Anthropic-CEO und ehemaliger OpenAI-Mitarbeiter Dario Amodei von einer Partnerschaft und Zusammenarbeit. Welche Rolle Google nun jedoch bei Anthropic spielen wird, bleibt ungewiss.


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