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Anthem angespielt: Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall

Eine interessante Welt, schicke Grafik und ein erstaunlich gutes Fluggefühl: Golem.de hat das Actionrollenspiel Anthem von Bioware ausprobiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Anthem
Artwork von Anthem (Bild: Bioware)

So ähnlich muss sich ein Küken fühlen, das fliegen lernt. Nach den ersten Hüpfern in dem Spiel Anthem landen wir wieder auf dem Boden. Dann drücken wir die Taste im richtigen Augenblick - und schweben. Ein weiterer Tastendruck und schon flitzen wir bei unserem gut halbstündigen Anspieltermin auf der E3 2018 wie Iron Man durch die virtuelle Luft des Rollenspiels von Bioware.

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Das Schweben und Fliegen ist zentral in dem Programm. Um abzuheben, müssen wir direkt nach einem Sprung am Playstation-4-Gamepad (das allerdings an einem Highend-PC von Nvidia hängt) kurz die R3-Taste drücken - schon bleiben wir oben. Wenn wir kurz die L3-Taste pressen, kippt unser Protagonist nach vorne und fliegt mit gefühlt hoher Geschwindigkeit. Diese Steuerung klingt auf den ersten Blick nicht intuitiv, wir kamen aber schnell damit klar.

Das System hat offenbar auch eine taktische Komponente: Die fürs Schweben und Fliegen zuständigen Düsten überhitzen nach etwa einer halben Minute, was zu einer Art sanftem Absturz führt - Schaden nehmen wir dabei nicht. Um die Aggregate zu kühlen, können wir unter anderem durch Wasserfälle fliegen oder in die vielen Seen und Flüsse der Welt tauchen; die Steuerung dort funktioniert wie beim Fliegen. Dann zischt und dampft es kurz, und wir können ohne Unterbrechung weiterflitzen.

Nach der Probepartie haben wir noch viele Fragen zu Anthem, aber ein paar grundlegende Punkte können wir abhaken: Das Fluggefühl hat Entwickler Bioware prima hinbekommen. Es macht einen Riesenspaß, durch die vielschichtige und auf spannende Art verwinkelte Welt zu sausen, die uns an vielen Stellen an eine düstere Ausgabe des Planeten aus dem Film Avatar erinnert. Auch die Grafik auf Basis der Frostbite-Engine macht einen erstklassigen Eindruck - Anthem ist auf der E3 2018 eines der schönsten Spiele.

Beim Anspielen absolvieren wir zusammen mit drei anderen Journalisten eine kurze Koop-Mission. Wir müssen erst zu einem Kontrollpunkt fliegen und stellenweise auch laufen, dort beim Kampf mit kleineren Gegnern ein paar Objekte einsammeln und dann eine Raketenstellung zerstören, worauf sich ein Höhleneingang öffnet, in den wir fliegen. Am Ende erwartet uns in einer gigantischen Halle eine ungefähr hausgroße Riesenspinne, die wir in einem fünf- bis zehnminütigen Kampf bezwingen.

Das Biest zaubert immer wieder kleinere Spinnenmonster herbei, um die wir uns kümmern müssen, und mit etwas Pech werden wir von Spinnenfädengeschossen eine Zeit lang festgehalten. Wie oft bei solchen Bosskämpfen hat das Monster Schwachstellen, nämlich die Flanken. Dort richten wir mit unseren Standardwaffen viel Schaden an, vor allem wenn wir diese in Kombination mit unserer klassenspezifischen Spezialwaffe verwenden, einer Art Eiskanone. Das Coole ist, dass wir beim Kampf nicht nur am Boden unterwegs sind, sondern um unsere Gegner herumfliegen und so gut ausweichen und austeilen können.

Wir sind mit einer Rüstung - im Spiel heißen sie Javelin - vom Typ Ranger unterwegs, die für Nahkämpfe gedacht ist. Ein Javelin namens Colossus ist für den Einsatz schwerer Waffen vorgesehen, während ein Interceptor auf Geschwindigkeit ausgelegt ist. Das vierte Modell namens Storm hat wohl übernatürliche Kräfte, in unserer Demo stand es indes nicht zur Verfügung.

Vor dem Einsatz konnten wir uns in einer mobilen Basis für eine der Rüstungen entscheiden. Dabei handelt es sich um einen riesigen Stahlkoloss, der an die AT-ATs aus Star Wars erinnert. Wir und ein paar computergesteuerte Figuren, mit denen wir in Zwischensequenzen plaudern und scherzen, befinden uns im Rumpf.

Neben dem spielbaren Einsatz haben wir - abgesehen von den allgemein verfügbaren Trailern - nichts von Anthem gesehen. Vor allem haben wir keinen Eindruck vom Rest der Welt und vom Solomodus bekommen, zu dem sich Bioware noch bedeckt hält. Offenbar gibt es Zonen, in denen der Spieler alleine unterwegs ist, vor allem aber Gebiete mit anderen Spielern. Auch eine Kampagne mit einer richtigen Handlung soll es laut Bioware geben.

Anthem soll am 22. Februar 2019 für Windows-PC, Playstation 4 und Xbox One erscheinen. In dem Spiel wird es kosmetische Extras zu kaufen geben, aber keine Pay-to-Win-Gegenstände, und es wird auch keine Lootboxen geben.



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Cassiel 18. Jun 2018

Ach, nicht? Stark, was hat Microsoft dann eigentlich noch zu bieten?

Niaxa 18. Jun 2018

Meins steigt immer mehr :-)

Gravitationsbombe 15. Jun 2018

Mich hat das gezeigte Gameplay auch sofort an Destiny (2) erinnert und ich hatte sofort...


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