Private Sender: Media Broadcast schließt DVB-T2-Ausbau ab

In dieser Woche wird der Ausbau von DVB-T2 in den letzten drei Städten für private Sender fertiggestellt. Mit dem Ausbau von LTE müssen zudem weitere Bereiche geräumt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Beschäftigte bei Media Broadcast im Mai
Beschäftigte bei Media Broadcast im Mai (Bild: Media Broadcast)

Media Broadcast wird mit dem Start von DVB-T2 in Heilbronn, Kaiserslautern und Trier den Ausbau von DVB-T2 in Deutschland abschließen. Das gab das Unternehmen am 26. November 2018 bekannt. Die Verbreitung erfolgt dann über 63 Senderstandorte. Der Sendernetzausbau für ARD und ZDF läuft noch im Jahr 2019 weiter. Es werden noch zusätzliche Standorte aufgebaut, dort werden Zuschauer dann allerdings ausschließlich öffentlich-rechtliche Programme sehen.

Media Broadcast ist Betreiber von terrestrischen Sendernetzen und Vermarkter der kostenpflichtigen Freenet-TV-Plattform.

Parallel zur Aufschaltung von Freenet TV in Heilbronn, Kaiserslautern und Trier finden in verschiedenen Regionen Kanalwechsel bei Freenet TV sowie den öffentlich-rechtlichen Programmanbietern statt. Die Umstellungen würden notwendig, da zukünftig weitere Frequenzen für die mobile Breitbandversorgung (Digitale Dividende II) benötigt werden. Zugleich stellen ARD und ZDF in weiteren Sendegebieten auf den neuen DVB-T2-Sendestandard um.

Sämtliche Änderungen sollen bis zum 28. November um 10 Uhr abgeschlossen sein. Media Broadcast ist mit rund 100 Beschäftigen in der Umschaltnacht aktiv, um die Programme on Air zu bringen und die Umschaltungen als Sendernetzbetreiber für die Privatsender, ARD und ZDF zu realisieren.

Die bisher von DVB-T genutzten Rundfunkfrequenzen zwischen 698 und 786 MHz mussten für mobiles Breitband geräumt werden, was als Digitale Dividende II bezeichnet wurde. Die Bundesnetzagentur hatte die Frequenzen um 700 MHz für die LTE-Nutzung im Mobilfunk versteigert. Damit wurde ab dem Jahr 2017 schrittweise ein zusammenhängendes Frequenzband frei.

In einem Medienbericht war von geschönten Kundenzahlen von Freenet TV die Rede: "Die Freenet Group zählte Guthabenkartenkäufer als Kunden, obwohl diese nicht zum Umsatz beigetragen haben."

Media-Broadcast-Sprecher Lars Bayer sagte Golem.de auf Anfrage: "Von geschönten Kundenzahlen kann nicht die Rede sein und geht an der Realität vorbei. Ähnlich wie im Mobilfunk bei Prepaidkarten, gibt es über die aktiven Nutzer hinaus eine Reihe von Kunden, die zwar einen Voucher für Freenet TV gekauft haben - also Cash generieren -, diesen aber noch nicht aktiviert haben oder gerade pausieren und in dieser Phase keinen Umsatz generieren."

Freenet TV: Rückgang bei den Kunden

Bislang wurde die Anzahl der verkauften Kundenkarten mit der Anzahl der Freenet-TV Abo-Kunden gleichgesetzt, räumte Bayer ein.

Laut dem aktuellen Quartalsbericht (PDF) war die Zahl der zahlenden Kunden zwischen dem zweiten und dritten Quartal von 1.140.000 Millionen auf 1.004.000 Millionen gesunken. Das entspricht der Zahl der aktiven Kunden von 1,001 Millionen (Q2) auf über 901.000 (Q3) beziehungsweise einem Rückgang von 99.500 aktiven Kunden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


LinuxMcBook 27. Nov 2018

Um dann nach zwei Stunden Arbeit, in denen man für den Nachbarn alle Geräte gepatcht...

foo bar 27. Nov 2018

Golem schreibt: "Media Broadcast schließt DVB-T2-Ausbau ab" Media Broadcast schreibt...

Dragon0001 27. Nov 2018

Auch mit DVB-T gab es die Privatsender nur in Ballungsräumen.

mxcd 27. Nov 2018

Dann können iwr ja jetzt damit beginnen, das Fernsehen auf LTE oder 5G umzustellen und...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
T-1000
Roboter aus Metall kann sich verflüssigen

Ein Team aus den USA und China hat einen Roboter entwickelt, der seinen Aggregatzustand von fest zu flüssig und zurück ändern kann.

T-1000: Roboter aus Metall kann sich verflüssigen
Artikel
  1. Trotz Exportverbot: Chinesische Kernforscher nutzen weiter US-Hardware
    Trotz Exportverbot
    Chinesische Kernforscher nutzen weiter US-Hardware

    An Chinas wichtigstes Kernforschungszentrum darf seit 25 Jahren keine US-Hardware geliefert werden. Dennoch nutzt es halbwegs aktuelle Xeons und GPUs.

  2. Apple: MacBook Pro braucht wegen Lieferproblemen nur kleine Kühler
    Apple
    MacBook Pro braucht wegen Lieferproblemen nur kleine Kühler

    In den neuen MacBook Pro mit M2 Pro und M2 Max sitzen kleinere Kühlkörper. Der Grund sind Probleme in der Lieferkette.

  3. Virtualisieren mit Windows, Teil 3: Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V
    Virtualisieren mit Windows, Teil 3
    Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V

    Hyper-V ist ein Hypervisor, um VMs effizient verwalten zu können. Trotz einiger weniger Schwächen ist es eine gute Virtualisierungssoftware, wir stellen sie in drei Teilen vor. Im letzten geht es um Betrieb und Pflege der VMs.
    Eine Anleitung von Holger Voges

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PCGH Cyber Week - Rabatte bis 50% • Acer Predator 32" WQHD 170Hz 529€ • MindStar-Tiefstpreise: MSI RTX 4090 1.982€, Sapphire RX 7900 XT 939€ • Philips Hue bis -50% • Asus Gaming-Laptops bis -25% • XFX Radeon RX 7900 XTX 1.199€ • Kingston 2TB 112,90€ • Nanoleaf bis -25% [Werbung]
    •  /