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Antennenfernsehen: Media Broadcast baut DVB-T2-Netz weiter aus

Die dritte Ausbauwelle für DVB-T2 ist angelaufen. Media Broadcast bietet sein kostenpflichtiges Freenet TV dann in sechs neuen Regionen an.

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Antennenstandort in Köln
Antennenstandort in Köln (Bild: DVB-T2)

Media Broadcast baut das DVB-T2-Sendernetz in den Regionen Augsburg, Bielefeld, Erfurt, Münster, Osnabrück und Weimar aus. Das gab der Netzbetreiber am 29. Januar 2018 bekannt. Damit steige die Reichweite um 3,8 Millionen Einwohner.

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Die Inbetriebnahme der Standorte ist in der Nacht zum 25. April geplant. Die bestehende DVB-T-Ausstrahlung endet dort, die bisherigen DVB-T-Geräte werden nutzlos. Die Zahl der Senderstandorte wächst nach den bisherigen Planungen bis November 2018 auf 61 Standorte an.

Die Privatsender aus dem Paket Freenet TV waren bislang in den neuen Versorgungsgebieten nicht über DVB-T empfangbar. "Eine Neuaufschaltung findet vonseiten der ARD nicht statt, alle Gebiete wurden auch vorher schon versorgt. Gegebenenfalls kann die Versorgungsqualität zunehmen", sagte ARD-Digital-Sprecher Dennis Grams auf Anfrage. Im Vergleich zu DVB-T biete DVB-T2 HD eine größere Programmauswahl auch an öffentlich-rechtlichen Angeboten.

Für den Empfang der privaten Sender in HD-Qualität müssen jährlich 69 Euro bezahlt werden. In Deutschland empfangen bisher 3,4 Millionen Haushalte das TV-Signal terrestrisch, für knapp die Hälfte ist es die Hauptquelle für den Fernsehempfang. Davon hatte Media-Broadcast-Eigner Freenet im November 2017 rund ein Drittel als Kunden gewonnen. "Ende 2017 verzeichneten wir nach nur zehn Monaten bereits 950.000 Kunden für die Plattform", sagte Holger Meinzer, Chief Customer Officer B2B der Media Broadcast. Neuere Zahlen gibt der Betreiber nicht bekannt.

Der Start der zweiten Ausbauphase von DVB-T2 war Anfang November 2017 erfolgreich verlaufen. Ende März 2017 war in der ersten Welle das terrestrische Signal DVB-T in weiten Teilen Deutschlands abgeschaltet worden.

In Deutschland läuft DVB-T2 mit dem Codierungsverfahren HEVC (H.265) und hat eine Bildauflösung von 1080p. Die öffentlich-rechtlichen Sender bieten ihre gebührenfinanzierten Programme auch nach der Umstellung auf DVB-T2 HD unverschlüsselt an.



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