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Antennenfernsehen: Bereits 700.000 Kunden für kostenpflichtiges DVB-T2

Freenet TV kann erneut stark zulegen. Das kostenpflichtige Antennenfernsehen bei DVB-T2 ist gefragt.
/ Achim Sawall
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Der Fernsehturm in Berlin - dort stehen Sendeanlagen von Media Broadcast. (Bild: Media Broadcast)
Der Fernsehturm in Berlin - dort stehen Sendeanlagen von Media Broadcast. Bild: Media Broadcast

Für das kostenpflichtige terrestrische Fernsehsignal DVB-T2 hat der Plattformbetreiber Media Broadcast gegenwärtig rund 700.000 Kunden gewonnen. Das gab das Unternehmen am 30. August 2017 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Insgesamt gibt es in Deutschland 3,4 Millionen Haushalte, die das TV-Signal terrestrisch empfangen, mehr als die Hälfte jedoch an ihrem Zweit- oder Drittgerät.

Freenet DVB-T2 HD – Firmenvideo
Freenet DVB-T2 HD – Firmenvideo (01:28)

Für den Empfang der privaten Sender in HD-Qualität fallen jährlich 69 Euro oder 5,75 Euro monatlich an. Das verschlüsselte Produkt heißt Freenet TV. Kerstin Köder, Chefin von Freenet TV bei Media Broadcast sprach von "erfreulichen Kundenzuwächsen" .

Anfang Juli 2017 hatte der Plattformbetreiber rund 500.000 zahlende Kunden gewonnen.

Ende März 2017 war das terrestrische Signal DVB-T in weiten Teilen Deutschlands abgeschaltet worden. Die Zuschauer mussten neue Hardware kaufen. Laut aktuellem Home Electronics Markt Index wurden rund 3,4 Millionen Set-Top-Boxen abgesetzt, davon knapp zwei Millionen Freenet-TV-fähige Empfangsgeräte.

Zahlreiche aktuelle Nutzer des terrestrischen Fernsehsignals DVB-T2 HD könnten einer Umfrage zufolge wechseln, nachdem der Empfang privater Sender im Juli kostenpflichtig wurde. Über 14 Prozent hätten sich bereits für einen Wechsel auf andere Empfangswege entschieden, ergab eine Befragung von 2.000 Haushalten in Deutschland, die der Branchenverband Gfu am 19. Juni veröffentlicht hatte. 35,1 Prozent der Befragten seien unschlüssig, ob sie wechseln werden.

Laut der Umfrage wollen 7,8 Prozent der Befragten zum Kabelfernsehen wechseln, 3,9 Prozent zum Satellitenfernsehen und 2,6 Prozent zum IP-TV. Doch rund jeder Zweite wolle dabeibleiben.

In Deutschland läuft DVB-T2 mit dem Codierungsverfahren HEVC (H.265) und bietet eine Bildauflösung von 1080p. Die öffentlich-rechtlichen Sender bieten ihre gebührenfinanzierten Programme auch nach der Umstellung auf DVB-T2 HD unverschlüsselt an.


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