• IT-Karriere:
  • Services:

Anstößige Inhalte: Apple löscht App über Drohnenangriffe

Eine App, die Informationen über US-Drohnenangriffe verbreitet, ist aus Apples App Store entfernt worden. Sie könnte für einige Nutzer anstößige Inhalte enthalten, rechtfertigt sich das Unternehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die App Metadata+ wurde aus dem App Store entfernt.
Die App Metadata+ wurde aus dem App Store entfernt. (Bild: Screenshots der App/Guardian)

Apple hat die App Metadata+ aus seinem App Store entfernt. Das Programm von Entwickler Josh Begley hatte Nutzern Push-Benachrichtigungen über US-Drohnenangriffe geschickt. Apple hatte der App unter ihrem vorherigen Namen Drones+ bereits fünf Mal die Zulassung zum App Store verweigert - wegen "übermäßig grausamer und anstößiger Inhalte".

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, München
  2. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm

Die App zeigt Nutzern jedoch keine Bilder von Toten oder andere Dokumentationen von Drohnenangriffen, sondern informiert per kurzem Text über Drohnenangriffe. Die Nachrichten enthalten Informationen über die Anzahl von Toten und Verletzten und manchmal deren Namen oder den Ort des Geschehens.

Begley betreibt auch den Twitter-Account @Dronestream, auf dem er ebenfalls Daten über Drohnenangriffe veröffentlicht. Die Daten stammen vom Bureau of Investigative Journalism in den USA. Bei der Löschung berief Apple sich auf die Nutzungsbedingungen des App Store: "Ihre App enthält Inhalte, die andere Nutzer anstößig finden könnten."

Wer die App schon installiert hat, kann sie weiterhin nutzen

Nutzer, die die App schon installiert haben, sollen sie nach Angaben von Begley auch weiterhin nutzen können. Neuinstallationen über den App Store sind jedoch nicht mehr möglich. Eine weitere App des Künstlers und Programmierers mit dem Namen Ephemeral+ zeichnet ähnliche Daten auf. Weil die App dies jedoch in der Beschreibung nicht so deutlich darstellt, wurde sie bislang nicht von Apple gelöscht.

Apple wird immer wieder dafür kritisiert, dass das Unternehmen Apps mit politischem Anspruch aus dem App Store entferne. Beispiele sind Apps, die über Sweatshops, Kinderarbeit, Menschenhandel oder den Krieg in Syrien berichten. Offensichtlich wendet Apple das Prinzip der Meinungsfreiheit nicht auf Apps an: In einer Stellungnahme teilte der Konzern mit: "Wir behandeln Apps anders als Bücher oder Musik, die wir nicht kuratieren. Wenn du eine Religion kritisieren willst, schreibe ein Buch. Wenn du Sex beschreiben willst, schreibe ein Buch oder einen Song oder baue eine medizinische App." Doch auch bei Büchern im App Store ist die Freiheit nicht grenzenlos. Eine Comic-Auflage von Ulysses wurde von Apple erst freigeschaltet, nachdem eine Nacktzeichnung entfernt wurde.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-40%) 5,99€
  2. (u. a. Far Cry 5 für 14,99€, Far Cry New Dawn für 17,99€, Far Cry für 3,99€)
  3. (u. a. Die Sims 4 für 9,99€, Inselleben für 19,99€, An die Uni! für 19,99€, Vampire für...
  4. (-43%) 22,99€

pierrot 02. Okt 2015

Du machst da einen kleinen, aber verheerenden Denkfehler. Es geht Apple nur darum, welche...

Dwalinn 01. Okt 2015

Ich gebe dir da absolut recht, nur kann man daran leider nicht viel ändern.... wobei bei...

blauerninja 01. Okt 2015

@Blobhop * Negative Berichterstattung über Israel ist unerwünscht (-> Günter Grass...

Salzbretzel 01. Okt 2015

* Whatsapp Lauter unanständige Dinge. Es kamen sogar schon Nacktbilder an! *Newsapp (habe...

Unwichtig 01. Okt 2015

Ich finde Kriege generell anstoessig. Also bitte alles loeschen und verbieten! Am besten...


Folgen Sie uns
       


Golem.de baut die ISS aus Lego zusammen

Mit 864 Einzelteilen und rund 90 Minuten Bauzeit ist die Lego-ISS bei Weitem nicht so komplex wie ihr Vorbild.

Golem.de baut die ISS aus Lego zusammen Video aufrufen
Nitropad im Test: Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt
Nitropad im Test
Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt

Das Nitropad schützt vor Bios-Rootkits oder Evil-Maid-Angriffen. Dazu setzt es auf die freie Firmware Coreboot, die mit einem Nitrokey überprüft wird. Das ist im Alltag erstaunlich einfach, nur Updates werden etwas aufwendiger.
Ein Praxistest von Moritz Tremmel und Sebastian Grüner

  1. Nitropad X230 Nitrokey veröffentlicht abgesicherten Laptop
  2. LVFS Coreboot-Updates sollen nutzerfreundlich werden
  3. Linux-Laptop System 76 verkauft zwei Laptops mit Coreboot

Wolcen im Test: Düster, lootig, wuchtig!
Wolcen im Test
Düster, lootig, wuchtig!

Irgendwo zwischen Diablo und Grim Dawn: Die dreckige Spielwelt von Wolcen - Lords Of Mayhem ist Schauplatz für ein tolles Hack'n Slay - egal ob offline oder online, alleine oder gemeinsam. Und mit Cryengine.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Project Mara Microsoft kündigt Psychoterror-Simulation an
  2. Active Gaming Footwear Puma blamiert sich mit Spielersocken
  3. Simulatoren Nach Feierabend Arbeiten spielen

Unitymedia: Upgrade beim Kabelstandard, Downgrade bei Fritz OS
Unitymedia
Upgrade beim Kabelstandard, Downgrade bei Fritz OS

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia stellt sein Netz derzeit auf Docsis 3.1 um. Für Kunden kann das viel Arbeit beim Austausch ihrer Fritzbox bedeuten, wie ein Fallbeispiel zeigt.
Von Günther Born

  1. Hessen Vodafone bietet 1 GBit/s in 70 Städten und kleineren Orten
  2. Technetix Docsis 4.0 mit 10G im Kabelnetz wird Wirklichkeit
  3. Docsis 3.1 Magenta Telekom bringt Gigabit im Kabelnetz

    •  /