• IT-Karriere:
  • Services:

Anschlagspläne: Texaner wollte Amazon-Rechenzentrum in die Luft sprengen

Beim Kauf des Sprengstoffs wurde der Mann festgenommen. Auf ihn aufmerksam wurde das FBI durch einen Tipp.

Artikel veröffentlicht am ,
Server in einem Rechenzentrum
Server in einem Rechenzentrum (Bild: Edgar Oliver/Pixabay)

Ein 28-jähriger Texaner hat geplant, das Amazon-Rechenzentrum in Ashburn/USA in die Luft zu sprengen. Der Mann wurde am 8. April verhaftet, nachdem er versucht hatte, Sprengstoff von einem verdeckten Ermittler des FBI zu kaufen, teilte das US-Justizministerium mit.

Stellenmarkt
  1. über Hays AG, Dortmund
  2. Cloudogu GmbH, Braunschweig

Auf den Mann wurden die Behörden durch einen Tipp aufmerksam, der sie auf beunruhigende Aussagen des 28-jährigen hinwies. Dieser hatte in einem Forum, das sich selbst als patriotisches Netzwerk bezeichnet und sich zur Aufgabe gemacht hat, eine Miliz aufzubauen, verkündet, dass er plane, "ein kleines Experiment durchzuführen". Dieses könnte "eine Menge Hitze erzeugen" und "gefährlich" sein. Auf die Frage, welches Ergebnis er sich wünsche, antwortete er schlicht: "Tod."

Eine vertrauliche Quelle gab dem FBI die E-Mail-Adresse des Verdächtigen. Dieses durchsuchte anschließend dessen Facebook-Konto. Dort hatte der Mann geprahlt, dass er am Sturm auf das Kapitol im Januar beteiligt gewesen sei, allerdings das Gebäude nicht betreten habe. Dafür will er Glasscherben aus einem zerbrochenen Fenster mitgenommen und mit der Polizei "interagiert" haben. Das abgesägte AR-Gewehr habe er im Auto gelassen.

Verdächtiger wollte "70 Prozent des Internets" sprengen

Ebenfalls im Januar habe der Texaner über den verschlüsselten Messenger Signal Kontakt zu einer weiteren vertraulichen Quelle des FBI aufgenommen, erklärte das Justizministerium. Mit dieser habe er über seinen Plan gesprochen, ein AWS-Rechenzentrum mit C4-Sprengstoff anzugreifen, um "etwa 70 Prozent des Internets zu töten".

Golem Akademie
  1. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS)
    18.-20. Oktober 2021, Online
  2. Terraform mit AWS
    14./15. September 2021, online
Weitere IT-Trainings

Natürlich lässt sich das Internet nicht durch die Zerstörung eines Rechenzentrums zu 70 Prozent ausknipsen. Das hat erst kürzlich ein Brand in mehreren Rechenzentren des Cloud-Hosters OVH illustriert. Eine vorübergehende Verlangsamung oder der Ausfall von einigen Webseiten und Diensten wäre jedoch denkbar. OVH gilt als einer der größten Cloud-Hoster und Internetdienstleister in Europa und betreibt 31 Rechenzentren weltweit, wovon nach dem Brand vier derzeit nicht mehr nutzbar sind.

Von den Amazon-Servern nahm der Verdächtige den Behörden zufolge an, dass sie Dienste für das FBI, die CIA und andere Bundesbehörden bereitstellten. Mit seinem Anschlag wollte er "die Oligarchie" stürzen, welche seiner Auffassung nach die USA regierten.

Die vertrauliche Quelle machte den 28-Jährigen mit einem Sprengstofflieferanten bekannt, bei dem es sich jedoch um einen verdeckten Ermittler des FBI handelte. Am 8. April wollte der Verdächtige den Sprengstoff abholen und wurde festgenommen. Bei einer Verurteilung droht ihm eine 20-jährige Gefängnisstrafe.

"Wir sind dem besorgten Bürger zu Dank verpflichtet, der die alarmierende Online-Rhetorik des Angeklagten gemeldet hat. Indem er das FBI auf die Beiträge aufmerksam machte, hat diese Person möglicherweise das Leben einer Reihe von Technikern gerettet", sagte der zuständige US-Staatsanwalt Prerak Shah.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,49€
  2. 26,99€
  3. 25,99€
  4. 6,50€

M.P. 13. Apr 2021 / Themenstart

Das OVH-"Rechenzentrum" in Straßburg hätte wahrscheinlich auch ein Apache mit Bogen und...

bofhl 12. Apr 2021 / Themenstart

Die meisten Leute glauben, nur weil sie bei Amazons Rechenzentren riesige Gebäude sehen...

chefin 12. Apr 2021 / Themenstart

Ein Grasdealer der Koks besorgt nur um jemanden zu zeigen, das er vom Fach ist ist...

Crass Spektakel 12. Apr 2021 / Themenstart

Der Typ fällt wohl in die geistige Kategorie "Internetausdrucker" sonst käme er nicht auf...

sosohoho 11. Apr 2021 / Themenstart

VR-Pronos gibts nicht auf DVD... hab ich gehört...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Mercedes EQV Probe gefahren

Trotz hohem Stromverbrauch kommt man mit dem EQV gut durch die Republik.

Mercedes EQV Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /