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Anonymous: UDIDs kamen nicht vom FBI

In der vergangenen Woche hatte Anonymous 1.000.001 UDIDs von iPhones veröffentlicht, doch diese stammen nicht wie von Anonymous behauptet vom FBI, sondern vom E-Book-Dienstleister Bluetoad, wie das Unternehmen einräumt.
/ Jens Ihlenfeld
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UDIDs bei Bluetoad gestohlen (Bild: Bluetoad)
UDIDs bei Bluetoad gestohlen Bild: Bluetoad

Die vor einer Woche von Anonymous veröffentlichten UDIDs von iOS-Geräten stammen von Bluetoad, räumt das Unternehmen in einem Blogeintrag ein(öffnet im neuen Fenster) . Man sei vor etwas mehr als einer Woche Opfer eines kriminellen Cyberangriffs geworden, bei dem UDIDs gestohlen wurden, die danach im Internet veröffentlicht wurden.

Bluetoad hat nach eigenen Angaben umgehend die Sicherheitsbehörden informiert, nachdem das Unternehmen feststellte, dass es möglicherweise die Quelle der Daten ist. Zudem habe man, so Bluetoad, die für den Einbruch verantwortliche Sicherheitslücke geschlossen. Bereits vor einigen Monaten habe man die eigene Software entsprechend den Empfehlungen von Apple angepasst, so dass die Apps keine UDIDs mehr übermitteln. Die von noch nicht aktualisierten Apps weiterhin übertragenen UDIDs werden nun zudem nicht mehr gespeichert.

Bluetoad entschuldigt sich für den Fehler und gelobt Besserung. Das Unternehmen geht aber davon aus, dass sich mit den Daten nur wenig Schaden anrichten lässt.

Die von Anonymous aufgestellten Behauptungen erweisen sich damit als falsch: Weder wurden die Daten von einem FBI-Notebook gestohlen, noch geschah dies im März 2012, denn laut Bluetoad wurden die Daten innerhalb der vergangenen zwei Wochen gestohlen. Laut NBC(öffnet im neuen Fenster) war es der Sicherheitsexperte David Schuetz, der Bluetoad auf die mögliche Herkunft der Daten hinwies.


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